Cholesterinwerte gingen durch die Festzeltdecke / Menzels Mannen machten mächtig Beute

Volle Kiepen zu Pfingsten in Seeben

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Eierschnorrer Bernd Rudolph (vorn) und Bierbeschaffer Friedhelm Berndt (r. dahinter) beim Einzug ins Seebener Festzelt: Dort wurden die 852 erbeuteten Eier serviert, die sich die Gäste munden ließen.

Seeben. Das Wetter war toll, die Stimmung bombig, Schnorrer und Publikum in bester Feierlaune. Das Seebener Pfingstfest stand ganz im Zeichen der Eierschnorrer um Hartmut „Halli“ Menzel, der die alte Tradition vor fast 40 Jahren wieder ins Leben gerufen hat.

Seitdem zieht der lange Zug immer am Pfingstsonntag durchs Dorf.

Bei Anneliese Schultz (v.r.) und ihrem Lebensgefährten Bernd Heinze wurde Oberschnorrer Hartmut „Halli“ Menzel bestens versorgt.

Schnorrerrekorde wie der vor zwei Jahren mit 1045 eingesammelten Hühnerprodukten konnten in diesem Jahr nicht erzielt werden. Auch, wenn es diesmal „nur“ 852 Eier waren, tat dies der tollen Stimmung im Festumzug keinen Abbruch. Neben reichlich Bier bekam die Menzel-Mannschaft reichlich heimischen „Paul Schulz“ spendiert. Den Bretterknaller aus Diesdorf gab es auch wieder bei Jürgen Rivinius, der aus seinem scheinbar unerschöpflichen Vorrat 1980er Jahrgänge spendierte. Auch Rivinius’ Sohn Marcel stand im Mittelpunkt: Er feierte seinen 38. Geburtstag während des Eierschnorrens.

Marcel Rivinius feierte seinen 38. Geburtstag während der Seebener Schnorrertour. Nach dem Zug durchs Dorf kamen am Ende neben 852 Eiern, sieben Sonja-Würfeln, sechs Speckseiten und einem Netz Zwiebeln 15 Flaschen Sekt, 28 Flaschen Wein, 27 Flaschen Schnaps, 420 Flaschen Bier und sechs Flaschen Wasser zusammen. 

Die Seebener Pfingstparty hatte bereits am Sonnabend begonnen, als die Sportler zum Volleyballturnier antraten. Schwein am Spieß und Erbsensuppe gingen weg wie warme Semmeln. Nachmittags wurde selbst gebackener Kuchen aufgetischt und Beate Berndt und ihre Sportgruppe „Seeben“ vom TV Jahn zeigten ein Showprogramm. Ab 21 Uhr ging eine Tanzparty über die Bühne, die nach Recherchen der Altmark-Zeitung die letzten Teilnehmer erst gegen 5 Uhr verlassen haben.

Während die Eierschnorrer am Sonntag unterwegs waren, steppte im Festzelt der Bär für die Kinder. Dort sorgte DJ Ralf für Spaß und Spiel für den Seebener Nachwuchs. Höhepunkt war der Einzug der Schnorrer mit ihrer Beute.

Von Holger Benecke

Traditionelles Eierschnorren in Seeben (Teil I)

Traditionelles Eierschnorren in Seeben (Teil II)

Traditionelles Eierschnorren in Seeben (Teil III)

Traditionelles Eierschnorren in Seeben (Teil IV)


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