Vissum als CDU-Hochburg, Perver Berg wählte links

Hans-Jörg Krause (3.v.l.) verfolgte die Ergebnisse am Wahlabend am Südbockhorn 69: Er holte das Direktmandat und hat es als einziger Kandidat aus dem Wahlkreis 1 in den Landtag geschafft.

Salzwedel - Von Ulrike Meineke . Wie bei jeder Wahl, so gab es auch diesmal Orte, die aus dem Rahmen gefallen, sprich vom Durchschnitt abgewichen sind. Bei der Wahlbeteiligung zum Beispiel, die im Wahlkreis 1 (Salzwedel) bei 50,3 % lag. Weit mehr Wähler machten in Neulingen ihr Kreuz: Dieser Ort glänzte mit der höchsten Wahlbeteiligung (74,2 %), gefolgt von Cheinitz (72,15 %). Wie schon bei vorangegangenen Wahlen, lag die Wahlbeteiligung in den zwei Salzwedeler Wahllokalen in der Lessing-Ganztagsschule mit 25,2 bzw. 30,0 % am niedrigsten. Auch das Wahllokal im Bürgercenter der Hansestadt fiel mit mageren 32,4 % Beteiligung aus dem Rahmen.

Die Hochburg der CDU ist nach wie vor Vissum: Dort holten die Christdemokraten mit 48,5 % der Stimmen ihr bestes Ergebnis. Auch auf die Kuhfelder Briefwähler (44,4 %) und die Winkelstedter (43,0 %) konnte sich die CDU verlassen. Die schlechtesten Ergebnisse fuhr die Partei im Wahllokal Lessing-Grundschule (Salzwedel) mit 14,9 % sowie in Rademin (17,4 %) und in der Lessing-Ganztagsschule Salzwedel (17,75 %) ein.

Links gewählt hat ganz klar Kalbe: In der dortigen Grundschule holte die Partei mit 44,4 % ihr Spitzenergebnis. Auch das Umfeld der Salzwedeler Lessing-Grundschule wählte mit 44,2 % links, ebenso die Wähler im Raum Lessing-Ganztagsschule (41,2 %). Mager fiel die Stimmenausbeute hingegen in Neulingen (12,5 %), Kemnitz-Ziethnitz (12,5 %) und in der CDU-Hochburg Vissum (13,6 %) aus.

Die SPD kann sich auf ihre Wähler in Wernstedt verlassen: Mit 36,5 % der Stimmen war dieser Ort die SPD-Hochburg, gefolgt von Kläden (32,6 %). In Thielbeer (11,4 %) und Badel (11,7 %) gab es die wenigsten Stimmen für die SPD.

Für die FDP sah es in Thielbeer (12,9 %) und Dessau (12,2 %) am besten aus. Gar keine Stimmen bekamen die Liberalen von den Kuhfelder Briefwählern, die eher schwarz gewählt haben. Dürftig sah es auch in Kleinau (1,0 %) und Dambeck (1,7 %) aus.

Grüne Hochburgen sind Tylsen (25,0 %) und Kaulitz (24,3 %). Tiefs hatte die Partei in Thielbeer (1,4 %), Kahrstedt (1,6 %) und Vahrholz (1,9 %).

Erwartungsgemäß sahnten die Freien Wähler im Wohnort ihres Direktkandidaten Holger Hartmann, in Kemnitz-Ziethnitz, ab: Dort fuhren sie mit 26,85 % ihr Spitzenergebnis ein, gefolgt von Mechau mit 12,6 %. Null Stimmen für die Freien Wähler gab es Kleinau, Lohne, Schernikau, Vahrholz, Altmersleben, Kahrstedt, Vietzen, Winkelstedt und Tylsen.

Die KPD und die MLPD, die vielerorts keine Stimmen bekamen, hatten ihre besten Ergebnisse in Rademin (2,9 % KPD) und Stappenbeck (1,8 % MLPD). Die Tierschutzpartei wählten in Neulingen 8,3 %, in Thielbeer 4,3 % und in Dessau genau 4,05 %.

Die Ergebnisse der NPD lagen außer in Kahrstedt (12,9 %), Neulingen (12,5 %) und Benkendorf (10,9 %) im einstelligen Bereich.

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