„Horizont“ bietet Menschen mit seelischer Behinderung Hilfe an / Vom Pilotprojekt zum anerkannten Angebot

Viele Hürden auf dem Weg überwunden

Matthias Gallei (Mitte) stieß gestern im Kreis von Unterstützern und Mitarbeitern auf die Anerkennung des Projektes an. Der Weg dahin war mit einigen Problemen gepflastert Foto: Köhler

akö Salzwedel. Es war ein langer Weg, den die Einrichtung „Horizont – Ambulante Hilfen“ gegangen ist. Daran erinnerte gestern Matthias Gallei, der ausdrücklich auch seinen Mitarbeitern für die unermüdliche Arbeit und ihre Ausdauer dankte.

„Horizont – Ambulante Hilfen“ bietet Menschen mit seelischen Behinderungen eine Orientierung und Hilfe an. Und das, wie der Name der Einrichtung bereits aussagt, im normalen Lebensumfeld der Betroffenen. Sie können ein weitgehend normales und vor allem selbst bestimmtes Leben führen, immer mit Unterstützung und Hilfe seitens der Einrichtung. Doch dieses Angebot musste erst von seiten der Sozialagentur und der entsprechenden Ämter abgesegnet werden. Ein Prozess, der einige Arbeit kostete, erinnerte sich Matthias Gallei.

So war die Idee für eine ambulante Betreuung bei Dr. Nicolas Nowack bereits 1993 aufgekommen. 1995 nahm Gallei in der Dr. Nowack-Gruppe seine Arbeit auf, 2000 legte er ein erstes Konzept vor. Doch gab es Hindernisse. Daher wurde von 2001 bis 2003 vorerst ein stationär betreutes Wohnen angeboten. Im Jahre 2005 wurde dann ein Pilotprojekt gestartet, in diesem Zusammenhang danke Matthias Gallei ausdrücklich der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Salzwedel. Half diese doch unbürokratisch und schnell bei der Auswahl von passenden Wohnungen für die derzeit zwölf Betroffenen mit seelischen Behinderungen. „Es waren äußerst schwierige Verhandlungen mit der Sozialagentur“, blickte Matthias Gallei auf diese Zeit zurück. Und die Hürden wurden nicht geringer. Zwar wurde das Projekt wissenschaftlich begleitet, Julia Heymann von der Braunschweiger Universität schrieb ihre Diplomarbeit über das Vorhaben. Doch die Resonanz auf die vorgelegten Abschlussberichte, die 2007 im Ministerium abgegeben wurden, waren „gleich Null“, so Matthias Gallei.

Doch „Horizont“ gab nicht auf. So startete 2008 ein zweites Pilotprojekt – diesmal mit 18 Plätzen. Eine große Abschlusskonferenz wurde kurzfristig von der Sozialagentur abgesagt – schlussendlich jedoch ist die Ambulante Hilfe seit 2011 ein anerkanntes Angebot.

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