Zahlreiche Besucher bei der Aktion „Sichtbar werden – für Solidarität und gegen Rassismus“

Viel Leben auf der Altperverstraße

+
Die Altperverstraße war am Sonnabend während des Straßenfestes „Sichtbar werden – für Solidarität und gegen Rassismus“ so belebt wie lange nicht mehr. Die Besucher kamen zu den zahlreich aufgebauten Ständen oder gingen in eines der geöffneten Häuser.

Salzwedel. So viel Trubel erlebt die Altperverstraße in Salzwedel normalerweise nicht. Der Sonnabend war eine Ausnahme. Denn dort gab es das zweite Straßenfest „Sichtbar werden – für Solidarität und gegen Rassismus“.

Dahinter steht unter anderem das Aktionsbündnis „Solidarisches Salzwedel“.

Am Sonnabend ausnahmsweise erlaubt: Eine junge Besucherin sprayt etwas auf eine extra dafür aufgestellte Wand.

Wer zur Veranstaltung wollte, musste zunächst an einigen Ordnern vorbei. Bei der überwiegend linksalternativen Aktion waren Sympathisanten des gegensätzlichen Spektrums naturgemäß nicht erwünscht. Das stand zur Sicherheit auch gleich auf dem Plakat.

Das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ soll Islam, Judentum und Christenwelt zusammenbringen.

Die Themen des Tages – für Solidarität und gegen Rassismus – waren für Besucher deutlich zu erkennen. An den Häusern hingen Parolen, die unter anderem das Ende der Festung Europa forderten. Auf der Bühne am „Hanseat“ sprachen Flüchtlinge ins Mikro oder tanzten auch auf der Straße. Das Autonome Zentrum gegenüber hatte sein Tor für einen Imbiss geöffnet. Bis zur Amtsgerichtskreuzung reihten sich Stände, Buden, eine Hüpfburg („Arche Noah“) und anderes aneinander.

Autonomes Zentrum: Die Freiheit hat dann doch Grenzen.

„Wir wollen Menschen zusammenbringen und Ängste abbauen“, umriss Veranstalter Jürgen Brunsch (Die Linke) den Zweck des Straßenfestes. Auch andere Parteien und Vereine beteiligten sich. Kirchenvertreter stellten das Projekt „Engel der Kulturen“ vor – ein Versuch, Religionen zusammenzuführen.

Von Jens Heymann

Buntes Straßenfest auf der Altperverstraße - die Bilder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare