Angriff auf den Klötzer Rechtsanwalt Wolfgang Paul: Befangenheitsanträge im Berufungsverfahren

Verzögerungstaktik vor dem Landgericht

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Das Berufungsverfahren wegen des Angriffs auf den Rechtsanwalt Wolfgang Paul wurde vertagt.

ct/stk Klötze/Stendal. Verzögerungstaktik im Berufungsverfahren wegen des Angriffs auf den Klötzer Anwalt Wolfgang Paul: Das Amtsgericht hatte Christian S. im Januar zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er war seinem damaligen Pflichtverteidiger im August 2012 im Anwaltszimmer des Landgerichts Stendal ohne Vorwarnung an die Gurgel gegangen und drückte ihn zu Boden. (AZ berichtete).

Dabei waren mehrfach die Worte „Verpiss dich!“ gefallen. Gegen das Urteil ging der 42-jährige Klein Wanzlebener in Berufung. Doch der Prozessbeginn vor dem Landgericht Stendal platzte am Freitag. Die Verhandlung sollte um 9.30 Uhr beginnen. Sollte, denn Richterin Sabine Becker teilte mit, gegen 8.45 Uhr sei ein Befangenheitsantrag gegen Richter Gundolf Rüge durch einen Rechtsanwalt des Beklagten übergeben worden. Rüge führte das Verfahren im August 2012 (dabei ging es um Stahldiebstahl im großen Maßstab), in dem S. gegen seinen Pflichtverteidiger Paul tätlich wurde. Deshalb kommt der Richter als Zeuge in Frage.

Mehr dazu lesen Sie am Mittwoch in der Altmark-Zeitung.

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