Altmarkkreis Salzwedel in der Krankschreibungsquote über dem Landesdurchschnitt

Verwaltungsmitarbeiter häufig krank

Die Westaltmärker sind häufiger krank als alle übrigen Sachsen-Anhaltiner. Spitzenreiter ist die öffentliche Verwaltung. Foto: dpa
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Die Westaltmärker sind häufiger krank als alle übrigen Sachsen-Anhaltiner. Spitzenreiter ist die öffentliche Verwaltung.

Altmarkkreis. Im vergangenen Jahr waren 54,8 Prozent der Beschäftigten im Altmarkkreis wenigstens einen Tag arbeitsunfähig. Damit liegt die Westaltmark leicht über dem Landesdurchschnitt von 53,5 Prozent.

Die Krankenschreibungsquote ist wie im Landestrend leicht gestiegen (Vorjahr SAW: 53,4 Prozent). Das ergab eine Auswertung der AOK.

Spitzenreiter bei der Arbeitsunfähigkeitsquote ist die öffentliche Verwaltung mit 65 Prozent, der Bereich Energie/Wasser/Entsorgung/Bergbau belegt mit 44,6 Prozent den hinteren Platz, gefolgt vom Dienstleistungssektor mit 46,3 Prozent. Land- und Forstwirte sind mit einer Arbeitsunfähigkeitsquote von 52 Prozent eher selten krank, belegen mit durchschnittlich 18 Tagen aber den Spitzenplatz. Mit 10,7 Tagen sind Beschäftigte in der Verwaltung besonders kurz krank. Im Durchschnitt fehlten Arbeitnehmer im Kreis im vergangenen Jahr 14 Tage krankheitsbedingt.

Auch der Landkreis Stendal verzeichnete im vergangenen Jahr eine Krankschreibungsquote von 54,8 Prozent. Dort stieg der Wert um 0,9 Prozent an. Nur sind die Ostaltmäker mit durchschnittlich 13,1 Krankentagen schneller wieder fit. Landesdurchschnitt: 13,9 Tage. Landesweit kamen 2016 auf 100 AOK-Versicherte 155,1 Krankschreibungen, ein Zuwachs von 1,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Am gesündesten sind die Bewohner der beiden Großstädte: Halle hat mit 50,7 Prozent (2015: 49,4) die geringste Arbeitsunfähigkeitsquote, gefolgt von Magdeburg mit 51,1 Prozent (49,9). Die höchste Quote verzeichnet der Landkreis Börde mit 56,3 Prozent (56,6).

Und: Der Beruf hat einen großen Einfluss darauf, wie oft und wie lange Arbeitnehmer krank sind. Setzt sich die Arbeitnehmerzahl vor allem aus Akademikern zusammen und sind diese vor allem in den Branchen Dienstleistungen, Banken und Versicherungen tätig, fallen Fehlzeiten deutlich geringer aus.

Von Christian Wohlt

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