Polizei: 300.000 Schaden nach Vorfall in Holzverarbeitenden Betrieb

Verpuffung in Nettgauer Betrieb: Arbeiter schwer verletzt auf Intensivstation

Am heutigen Freitag kam es zu einem folgenschweren Unglück in einem Holzverarbeitenden Betrieb in Nettgau. Gegen 7.11 Uhr morgens wurde durch eine Verpuffung ein Arbeiter aus Brome schwer verletzt. Der 38-Jährige liegt auf der Intensivstation.

pm/msk Nettgau/Brome. Nach bisherigem Ermittlungsstand kam es im sogenannten Mühlengebäude auf dem Betriebgelände zu einer Verpuffung von Staub. Eine Vielzahl der Fenster und die Tore des Gebäudes wurden dadurch aus ihren Halterungen gerissen. Der verletzte Arbeiter befand sich außerhalb des Gebäudes. Ein herausgerissenes Rolltor hatte ihn getroffen und umgeworfen.

Der Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber nach Braunschweig verbracht, wo er intensivmedizinisch betreut wird. Zur Untersuchung der Ursache der Explosion wurde die Kriminalpolizei eingesetzt. Der Ereignisort wurde auch kriminaltechnisch in Augenschein genommen. Das Gewerbeaufsichtsamt ist eingeschaltet. Die Untersuchungen lassen nach bisherigem Ermittlungsstand den Schluss zu, dass eine technische Verpuffungsursache vorliegt. Danach ist es in der laufenden Zerkleinerungsanlage zum Funkenschlag und in der Folge zur Staubexplosion gekommen. Einzelne Glutnester und Brände wurden durch die Kameraden der Feuerwehr gelöscht. Nach aktuellem Ermittlungsstand kamen keine weiteren Personen zu Schaden.

Der Sachschaden wurde bislang auf rund 300.000 Euro geschätzt, die Ermittlungen dauern an.

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