Aschenputtel im Pech: 21-Jähriger landete vor dem Amtsgericht

Verlorener Schuh als Beweis

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Salzwedel. Was dem Aschenputtel, der bekannten Figur aus dem gleichnamigen Grimmschen Märchen, ihren Traumprinzen einbrachte, endete für einen 21-jährigen Salzwedeler vor dem Amtsgericht der Hansestadt: ein verlorener Schuh. Am 11.

September vergangenen Jahres soll er mit rund 1,8 Promille und weiteren berauschenden Mitteln im Blut die Fassade eines Salzwedeler Kaufhauses an der Breiten Straße mit Graffiti beschmiert haben. Dabei wurde er von einem Passanten ertappt und flüchtete daraufhin zu Fuß. Dabei verlor er einen seiner Schuhe, bevor er seine Flucht mit dem Rad fortsetzte.

Die Polizei konnte ihn jedoch wenig später dingfest machen und hatte einen hervorragenden Beweis: den Schuh. Vor Gericht gestand er dann die Tat, obwohl er sich im Polizeiverhör an nichts erinnern konnte. Diesmal beließ es Richter Dr. Klaus Hüttermann bei einer Geldstrafe in Höhe von 275 Euro. Da der Angeklagte bei Gericht jedoch kein Unbekannter sei, so der Richter, könne es beim nächsten Mal auch eine Freiheitsstrafe sein.

Von Oliver Heymann

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