Neue Regeln sorgen im Altmarkkreis kaum für Diskussionen

Gartenfeuer: Verkürzte Brennzeiten werden hingenommen

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Qualmende Gartenfeuer sorgten immer wieder für Ärger. Dies habe sich mit den neuen Regeln verbessert, bei der Kreisverwaltung wurden keine Beschwerden mehr registriert. Derzeit darf nicht verbrannt werden, erst wieder ab dem 1. März.

Altmarkkreis. Die Gartenfeuer dürfen seit einigen Monaten nicht mehr so lange lodern wie jahrelang gewohnt, die Einwohner des Altmarkkreises Salzwedel scheinen dies so hinzunehmen.

Bei der Kreisverwaltung gab zu diesem Thema, seitdem die neue Verordnung in Kraft ist, keine Reaktionen – weder positiv noch negativ. Dies erklärte Amanda Hasenfusz von der Pressestelle auf Nachfrage der Altmark-Zeitung.

Es habe aber zwei Mal den Wunsch gegeben, doch auch mal Ausnahmen zu gewähren. Grundsätzlich gelten aber folgende Zeiten: Verbrannt werden darf jeweils vom 1. Oktober bis zum 15. November sowie vom 1. März bis zum 15. April. In der Vergangenheit gab es immer wieder Beschwerden, wenn die Nachbarschaft verqualmt war. Dies habe sich gegeben, ein „Anzeigenboom“ sei bislang nicht zu bemerken.

Im Vorfeld der neuen Verordnung gab es reichlich Diskussionen. Einige Einwohner befürchteten, Gartenfeuer könnten ganz verboten werden. Diese Idee kam vonseiten des Landes. Dabei wurde nicht nur auf Qualm, sondern auch auf Äußerungen der Europäischen Union verwiesen. Dabei geht es um das möglichst gute Verwerten von Abfällen – Verbrennen gehört nicht dazu.

Doch Kommunalpolitik und Verwaltung verwiesen auf Besonderheiten der ländlichen Region, die nicht mit Metropolen zu vergleichen sei. Dazu gehören große Gärten, in denen viele natürliche Materialien anfallen. Neben Komposthaufen und Gartenfeuer gibt es spezielle Abfallhöfe. Diese haben regelmäßig zu festen Zeiten geöffnet. Dort kann Grünschnitt ohne Extrakosten abgeliefert werden. Finanziert wird das über die allgemeinen Müllgebühren.

„Wir wollen die Umwelt schonen, die Bevölkerung schützen und zugleich auch weiterhin das Verbrennen von Gartenabfällen zulassen“, hatte Landrat Michael Ziche erklärt, als die neuen Regeln aktuell wurden.

Ab dem 1. März dürfen Gartenfeuer wieder lodern. Und zwar montags bis sonnabends zwischen 11 und 17 Uhr. Eine frühere Tageszeit ist nicht erlaubt, da dann Morgenfeuchtigkeit für mehr Qualm sorgt. Zudem sollten nicht länger als zwei Stunden am Stück verbrannt werden. Die Feuer dürfen maximal eine Grundfläche von 1,5 mal 1,5 Meter haben. Die erlaubte Höhe beträgt einen Meter.

Von Christian Ziems

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