Per Anruf, Nachricht oder E-Mail bestellen / Neues Konzept kommt bei Kunden gut an

Verkauf an der Tür in Salzwedel: Geschäfte nutzen jede Chance

Ein Blick ins Schaufenster: Die Ware ist nummeriert, um eine Bestellung per Telefon zu erleichtern. Per Anruf, Nachricht oder E-Mail kann geordert werden.
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Ein Blick ins Schaufenster: Die Ware ist nummeriert, um eine Bestellung per Telefon zu erleichtern. Per Anruf, Nachricht oder E-Mail kann geordert werden. Fotos (2):
  • vonLydia Zahn
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Das Projekt der Werbegemeinschaft nimmt weiter Fahrt auf. Angefangen hatte alles mit der „Altmark-Live“-Internetseite, über die Kunden weiterhin, trotz der durch die Corona-Pandemie geschlossenen Geschäfte, Waren bei Händlern in Salzwedel kaufen können.

Salzwedel – Die Seite kann mittlerweile über 120 Artikel, die geshoppt werden können, vorweisen, wie Jens Steinführer, Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft und Inhaber von STL-Media, der AZ auf Nachfrage erzählt. Um jeder Altersgruppe gerecht zu werden, startete die Werbegemeinschaft zwei weitere Initiativen, um den Ladenbesitzern noch mehr unter die Arme zu greifen.

Es sollen Plakate mit allen Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Händler, die mitmachen wollen, erstellt und in die Schaufenster der Geschäfte gehängt werden. So sollen die Kunden sich direkt bei den Einzelhändlern melden und gewünschte Produkte bestellen können. Das Plakat für diese Aktion befinde sich bereits im Druck, wie Steinführer weiter berichtet.

Bei der zweiten Variante seien auch Fortschritte zu verzeichnen. Dabei sollen die Waren im Schaufenster mit Nummern beziffert werden. Per WhatsApp-Nachricht könne der Kunde dann direkt das Produkt mit der angegeben Nummer bestellen können. Die Vorlagen dafür habe Steinführer bereits den Händlern per E-Mail zukommen lassen: „Ich habe es an alle Geschäfte geschickt, die in der Stadt zu finden sind und von denen ich eine E-Mail-Adresse hatte.“ So sollen auch Laden-Inhaber, die nicht auf der „Altmark-Live“-Seite zu finden sind, die Möglichkeit bekommen, daran teil zu nehmen. „Die drei Varianten sind völlig unabhängig voneinander. Jeder kann das machen, was er möchte. Gerne natürlich auch alle drei Varianten“, führt der Elektronik-Fachmann fort.

Ines Eggers, Inhaberin von „City-Classic“, nutz den Verkauf aus der Ladentür heraus bereits seit kurz nach Weihnachten. „Jemand gibt eine Bestellung auf, wir stellen eine Auswahl zusammen und der Kunde kann sich diese dann abholen“, erklärt Eggers im Gespräch mit der AZ. Ein bis drei Tage könnten die Sachen dann zu Hause anprobiert werden. Danach können die Kunden die Waren, die nicht gefallen oder nicht passen, zurückbringen und die Kleidungsstücke, die sie behalten wollen, bezahlen. Laut Eggers komme die Aktion gut an und die Anzahl der Bestellungen steige.

Ein weiterer Service von ihr: „Wenn jemand die Sachen wirklich gar nicht abholen kann, liefern wir die Waren, wenn es geht und die Entfernung nicht zu groß ist, auch aus.“

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