Geldstrafe für 24-Jährige

Vergewaltigung in Salzwedel war nur erfunden

Salzwedel – Eine 24-Jährige hatte vergangenes Jahr einen Freund beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Schnell kam aber heraus, dass das Ganze so nicht passiert war und die junge Frau mit kasachischen Wurzeln sich alles nur ausgedacht hatte.

Besagte 24-Jährige hatte 2019, konkret am 8. Mai, einen Bekannten der Vergewaltigung beschuldigt. Dieser wurde daraufhin verhaftet und nach einem Tag hinter Schwedischen Gardinen wieder freigelassen. Als der Fall nun vor Gericht ging, machte die junge Frau einen Rückzieher und gestand, sich die Vergewaltigung ausgedacht zu haben.

Auf die Frage von Amtgerichtsdirektor und Richter Klaus Hüttermann, warum sie so gehandelt habe, antwortete diese: „Weil ich nicht nachgedacht habe. Erst im Nachhinein wurde mir klar, was ich anrichtete.“ Ein weiterer Grund soll der Selbstschutz und Angst vor der eigenen Familie gewesen sein.

So schnell wie der Prozess begonnen hatte, war er auch wieder vorbei. Die Staatsanwältin forderte aufgrund einer schon bestehenden Vorstrafe – unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – 60 Tagessätze zu je zehn Euro, und so fiel auch das Urteil von Richter Hüttermann aus.

Nachdem die Angeklagte das Urteil angenommen hatte und der Fall geschlossen war, wurde die 24-Jährige von zwei Polizisten abgeführt. Laut Hüttermann wegen eines laufenden Haftbefehls, der aber nichts mit dieser Verurteilung zu tun habe. lz

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