Staatsanwalt: Verwaltungsmitarbeiter weisen Vorwürfe von sich

Ex-Geliebte online angeboten: Verdächtiger ist Hauptamtlicher beim Kirchenkreis

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  • Holger Benecke
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hob Salzwedel. Bei dem unter Verdacht stehenden Mann, der seine Ex-Geliebte auf einem einschlägigen Internetportal für sexuelle Dienste angeboten haben soll (wir berichteten), handele es sich nicht um einen Mitarbeiter des Kirchlichen Verwaltungsamtes Salzwedel.

Das teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stendal, Thomas Kramer, gestern mit. Vielmehr, so war der Sprecher aus Kirchenkreisen informiert worden, handelt es sich bei dem tatverdächtigen Mann um „einen hauptamtlichen Mitarbeiter des Kirchenkreises Salzwedel, der Zugang zum Kirchlichen Verwaltungsamt hatte“.

Nichtsdestotrotz: Noch ermittelt die Staatsanwaltschaft und pflückt die beschlagnahmten Log-Dateien auseinander. Darüber ist nachvollziehbar, wann sich der Verdächtige über den PC des Kirchlichen Verwaltungsamtes auf der einschlägigen Internetseite eingeloggt hat. Dort soll er namens seiner Ex-Freundin eine Anzeige aufgegeben haben, in deren Folge paarungswillige Männer bei dieser aufgetaucht sind. Die wandte sich an die Polizei, wodurch der Schwindel aufflog. Das wiederum bringt dem Verdächtigen den Vorwurf des „Versuchs an der Beteiligung an einem Verbrechen“ ein.

Möglich sei auch ein Hacker, der in den Kirchenrechner eingedrungen ist und die Anzeige auf die Sexseite gesetzt hat, macht Thomas Kramer den Ermittlungsaufwand in alle Richtungen deutlich.

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