Verkehrsorganisatorisch alles ausgeschöpft

Unfallschwerpunkt Aufmündung der Brücken zur Thälmannstraße: Fachleute sind ratlos

Drei überdimensionierte Verkehrsschilder, ein weiteres auf der Fahrbahn sowie der rot markierte Radweg an der Aufmündung von der Brücken- zur Thälmannstraße. Mehr Achtungszeichen gehen nicht, sagt Polizeioberkommissar Peter Klahs.
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Drei überdimensionierte Verkehrsschilder, ein weiteres auf der Fahrbahn sowie der rot markierte Radweg an der Aufmündung von der Brücken- zur Thälmannstraße. Mehr Achtungszeichen gehen nicht, sagt Polizeioberkommissar Peter Klahs.

Salzwedel – Drei Verkehrsunfälle in diesem Monat an der Aufmündung der Brücken- zur Thälmannstraße: Seit Jahren ist das ein Unfallschwerpunkt. „Die Polizei nennt das Unfallhäufungsstelle“, sagt Oberkommissar Peter Klahs.

Der oberste Verkehrspolizist im Altmarkkreis kennt das Problem seit Jahren und zuckt mit den Schultern: „ Es ist uns unerklärlich, warum es dort dauernd kracht. “ Und weiter: „Es ist eine ganz einfache Einmündung, die überdurchschnittlich gut ausgeschildert ist. “.

Aufgrund der seit mehreren Jahren festzustellenden Häufungen von Unfällen an dieser Stelle gab es seitens der Verkehrsunfallkommission immer wieder Überlegungen, dem entgegenzuwirken, so der Oberkommissar. Ein Ergebnis davon sind zum Beispiel die Verkehrszeichen „Vorfahrt gewähren“ in Sondergröße wie an Autobahnen. Zudem sind diese Schilder sogar beidseitig (!) der Brückenstraße aufgestellt worden.

Zusätzlich wurde die Radfahrerfurt über die Brückenstraße kurz vor der Einmündung Thälmannstraße rot markiert. Aus zwei Gründen: Einmal, um die querenden Radfahrer zusätzlich zu schützen, zum anderen, um ein weiteres Achtungszeichen vor der Auffahrt auf die Hauptstraße zu setzen.

Als wirklich die letzte verkehrsorganisatorische Maßnahme wurde vor zirka einem halben Jahr zusätzlich noch ein „Vorfahrt gewähren“-Schild in Übergröße auf die Fahrbahn der Brückenstraße gemalt. „Damit sind nach Ansicht der Unfallkommission unsere verkehrsorganisatorischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Ob bauliche Veränderungen helfen würden, müssten Ingenieure prüfen“, ist der Oberkommissar in diesem Fall mit seinem Latein am Ende.

„Das Problem sind dort nicht die die Brückenstraße querenden Radfahrer. Die meisten Unfälle – auch mit Verletzten – passieren durch Nichtgewähren der Vorfahrt und das Auffahren auf bremsende oder anhaltende Fahrzeuge“, nennt Klahs die Hauptunfallursachen.

„Nichtsdestotrotz werden wir uns in der Verkehrsunfallkommission noch einmal mit der Brückenstraße beschäftigen“, blickt der Oberkommissar voraus. Eine Ampel beispielsweise bringe dort nichts, kommentiert Klahs vorgebrachte Ideen, denn der Rückstau bei Rot würde auf der Thälmannstraße bis auf die Schillerstraßenkreuzung zurückreichen.

VON HOLGER BENECKE

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