Kreis blickt auf den europäischen Markt, um Auszubildende und Fachkräfte zu finden

Unbesetzte Lehrstellen im Fokus

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Bäcker gehört zu jenen Ausbildungsberufen, für die im Altmarkkreis Salzwedel noch Lehrlinge gesucht werden. Offene Ausbildungsstellen, parallel aber genauso viele Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, Fachkräftemangel – mit verschiedenen Programmen und mit Blick auf den europäischen Markt will der Altmarkkreis das Problem angehen.

Salzwedel. 152 Ausbildungsplätze in der westlichen Altmark sind noch immer unbesetzt. Ähnlich hoch ist die Zahl der Jugendlichen, die noch eine Lehrstelle suchen. Diese schizophrene Situation will der Altmarkkreis nicht hinnehmen, zumal ca. die Hälfte der offenen Lehrstellen auch für Bewerber aus dem europäischen Ausland geeignet wäre.

Mit Hilfe mehrerer Programme wollen Altmarkkreis und Arbeitsagentur das Problem angehen und dabei auch ausländische Vermittlungen ins Boot holen.

Am morgigen Donnerstag wird es in der Kreisverwaltung Gespräche dazu geben. Vor Ort sein wird dann die „Zentrale Auslands- und Fachvermittlung“. Wie können offene Stellen im europäischen Ausland gemeldet und dort Azubis und Fachkräfte gesucht werden, wie können das Programm „MobiPro-EU – The Job of my Life“ und die „Incoming-Dienstleistung“ der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung genutzt werden – diese Fragen sollen morgen diskutiert werden.

Ein Ziel des Altmarkkreises in diesem Zusammenhang ist es auch, so Sprecherin Birgit Eurich, die Quote von Schulabgängern ohne Abschluss durch das Schulsozialarbeit-Programm „Schulabbruch vermeiden“ zu senken. Über dieses Programm werden Sozialarbeiter an den Sekundar- und Förderschulen eingesetzt. Diese arbeiten mit jenen Kräften zusammen, die zentral über das Programm „(Schul)Sozialarbeit an der Nahtstelle Schule-Ausbildung“ tätig sind. Über das Jobcenter und das Jugendamt wird außerdem versucht, speziell jungen Familien, Müttern und Vätern mit dem Programm „Familienintegrationscoach“ bessere Chancen unter anderem bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu ermöglichen.

Auch wenn die Anzahl freier Lehrstellen und die Zahl der ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen nahezu gleich hoch ist, werden viele Arbeitgeber in Zukunft Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungsplätze wie gewünscht zu besetzen. Hier soll die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung ins Boot geholt werden.

Von Ulrike Meineke

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