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Umzug „im ersten Halbjahr“ geplant

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Von: Holger Benecke

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An der Magdeburger Straße soll „im ersten Halbjahr“ der Bauhof einziehen und künftig von dort aus agieren. © Benecke, Holger

Und wieder naht der 1. April. An diesem Tag vor vier Jahren, also am 1. April 2018, sollte eigentlich der Bauhof von seinem Gelände an der Lüneburger Straße zum ehemaligen Sitz der Jeetze-Landschaftssanierung an der Magdeburger Straße umziehen. Dort war Platz, denn der Stadtrat hatte auf Betreiben von Bürgermeisterin Sabine Blümel alle Anteile der Landschaftssanierung von Dritten aufgekauft, um die Gesellschaft danach liquidieren zu können.

Salzwedel - Seitdem ist auch der Gesellschaftssitz an der Magdeburger Straße verwaist. Im vergangenen Jahr waren dort ab und an Firmen und Bauhof-Mitarbeiter zu Gange, um das Gelände herzurichten. Auch gegenwärtig. „Die Arbeiten auf dem künftigen Bauhof-Gelände sind in vollem Gang“, sagt Stadtsprecher Andreas Köhler auf AZ-Nachfrage. Und weiter: „Derzeit sind die Handwerker im Verwaltungsgebäude tätig. Weiterhin werden Sanierungs- und Umbauarbeiten an der künftigen Fahrzeughalle sowie an der Werkstatt durchgeführt.“

Handwerker im Verwaltungsgebäude

Einen konkreten Umzugstermin kann der Stadtsprecher auch nach vier Jahren nicht nennen: „Der Umzug wird nicht an einem festen Stichtag erfolgen, sondern während des Dienstbetriebes der kommunalen Dienste.“ Das erfordere „einiges an Vorplanung“, was derzeit besprochen werde. So soll der Umzug „im ersten halben Jahr“ in Abschnitten vor sich gehen.

Kostenfrage erst nach Fertigstellung

Zu den Kosten – Stichwort drastisch gestiegene Preise auf dem Bau – könne er zurzeit noch nichts sagen, da die Arbeiten noch andauern. Darüber werde erst nach Abschluss informiert. Ob ein gepfefferter Nachtrag wie bei der Lessing-Grundschule nötig ist, wird die Öffentlichkeit also dann erfahren, wenn der Bau Geschichte ist, und der Stadtrat Steuergeld der Bürger nachlegen muss.

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So soll der Sitz der Ex-Jeetze-Landschaftssanierung an der Magdeburger Straße für den städtischen Bauhof umgestaltet werden. © Privat

Auch zu einer Nutzung, des dann freigezogenen Geländes an der Lüneburger Straße blieb Köhler nebulös. Für den Standort hatte der Stadtrat schon vor einiger Zeit über einen Markt diskutiert – nur fand sich bislang keiner. Weiterhin waren der Verkauf an Firmen, die Interesse an den vorhandenen Bauten hätten, bzw. Bauplätze für Häuser im Gespräch.

Nebulöse Nachnutzung

Andreas Köhler dazu: „Mögliche Nachnutzungen stehen zurzeit noch nicht fest. Interessenten für den Erwerb von Grund und Boden gibt es allerdings.“ Wie die Verwendung des alten Bauhofgeländes dann tatsächlich aussehen würde, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

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