Christfried Lenz will auch weiter keine Fernsehgebühren bezahlen

Umweltaktivist bleibt hart

Umweltaktivist Christfried Lenz steht vor Gericht. Foto: privat
+
Umweltaktivist Christfried Lenz steht vor Gericht.

mei Altmark / Magdeburg. „Meine Argumente beeindruckten“, resümiert Christfried Lenz die Verhandlung vor dem Magdeburger Verwaltungsgericht in der vergangenen Woche.

Wie berichtet, weigert sich der Umweltaktivist aus dem altmärkischen Rittleben, Fernsehgebühren zu bezahlen. Es geht dem Mitglied der BI „Saubere Umwelt & Energie Altmark“ nicht ums Geld, sondern um seine Einstellung: „Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu subventionieren“, sagt Lenz. Seit 40 Jahren habe er mit dem TV „abgeschlossen“. Er höre nur Deutschlandfunk, und dafür bezahle er auch Rundfunkgebühren.

Richter Christoph Zieger hatte gleich zu Beginn der Verhandlung angemerkt, dass Lenz „ein Spezialfall“ sei. Das Gericht habe nicht daran gezweifelt, dass das Handeln des Altmärkers „einem Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft entspringt“.

Auch Lenz ist klar, dass die Rechtslage eindeutig ist und er, wie jeder andere Haushalt auch, den Beitrag eigentlich bezahlen muss, ohne damit einen Anspruch auf die Beschaffenheit des Programms verbinden zu können.

Skeptisch habe auch das Gericht gesehen, dass ein Einzelner eine Änderung der Programmausrichtung erreichen kann, die sich Lenz wünscht – mehr Beiträge zu den Themen Energiewende, Klimawandel.

Der Altmärker stellte am Ende der Verhandlung klar, dass „so lange das Fernsehen seine Informationen zum Thema Klimaschutz nicht grundlegend entsprechend der sich rasant zuspitzenden Situation umstellt, ich es weiterhin nicht subventionieren werde, unabhängig davon, zu welchem Urteil das Gericht kommt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare