Vorerst Umbau statt Party

DJ-Team Döbbelin von Corona ausgebremst

Hausmeister Ronny Frister (v.l.), Annett, Peter, Moritz und Jan Döbbelin vor dem Pachtobjekt Bartelskamp in Salzwedel.
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Hausmeister Ronny Frister (v.l.), Annett, Peter, Moritz und Jan Döbbelin vor dem Pachtobjekt Bartelskamp.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Sie sind in der laufenden Corona-Pandemie die Letzten in der Reihe, wenn es darum geht, wieder öffnen zu dürfen. Dafür sind sie die Ersten, die bei Verschärfungen schließen müssen. Gemeint sind Clubs und Diskotheken. Dazu kommen die Diskjockeys, die durch ausgefallene Veranstaltungen ebenfalls betroffen sind.

Salzwedel – Zum Glück übt er das Musikauflegen nur nebenberuflich aus, meint Peter Döbbelin zur AZ. Der 49-Jährige aus Cheine bildet zusammen mit Sohn Jan das DJ-Team JPD.

Was ihn von Kollegen der Branche dann doch unterscheidet: Seit November ist er Pächter von Partyraum und Pension am Bartelskamp in Salzwedel. Peter Döbbelin ist also auch selbst Veranstalter und richtete in diesem Jahr so manche Ü30-Sause aus. Gute Zusammenarbeit mit der Kreisbehörde, ein passendes Hygienekonzept und zum damaligen Zeitpunkt deutlich niedrigere Infektionszahlen waren die Gründe, warum der Cheiner seine Partys trotz aller Hindernisse machte. „Die Leute nahmen das an und hatten Spaß“, sagt Peter Döbbelin.

Doch ans Feiern ist aufgrund der aktuellen Situation nicht zu denken. Was auch dem DJ und seinem Sohn wehtut. Sie seien bis Ende des Jahres ausgebucht gewesen, dazu hätte es bereits viele Termine bis zum Frühjahr gegeben. Die generelle Nachfrage in der Branche sei so groß gewesen, dass sich die Musikfachleute die Aufträge mit Kollegen teilen mussten, um alle zu bedienen.

Das Geld aus den Auftritten hätte das DJ-Team JPD gut gebrauchen können, erklärt Peter Döbbelin. Und zwar für das Renovieren des Gebäudes am Bartelskamp. Damit hat er nun trotz alledem begonnen. Die Gemeinschaftsküche, die Räume – alles müsse Stück für Stück modernisiert werden. Da fehle der Chic einer Pension, meint der 49-Jährige. Im Übernachtungsgeschäft habe er zwar noch keine Erfahrung, aber wenn es gut läuft, wolle er das Objekt nach einem Jahr ganz übernehmen.

Zurück zur Musik: Viele Diskjockeys der Region stünden untereinander in Kontakt, erfährt die AZ. Da sei es immer wieder schade, wenn einer aufgibt. Für Peter Döbbelin ist das keine Option. Auch wenn es nur ein Nebenberuf ist: An der Musikunterhaltung hänge sein Herzblut.

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