Boden chemisch belastet: Am Gymnasium sind weitere 540 000 Euro nötig

Turnhalle wird teurer

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Die Fassadengestaltung der neuen Turnhalle kostet mehr Geld. Statt Kunststoffstegplatten werden aus Gründen des Brandschutzes Glas sowie Alu verbaut.

Salzwedel. Knapp 2,8 Millionen Euro sollte die neue Turnhalle am Jahn-Gymnasium kosten. Doch das Geld reicht nicht. Bis Ende 2014 werden weitere 540 000 Euro nötig sein. Die Gründe wurden beim Kreisausschuss genannt.

Die Erde aus der Baugrube konnte nicht einfach weiter verwendet werden, da sie chemisch belastest ist. Die AZ fragte gestern bei Bauamtsleiter Dieter Kraus nach. Hintergrund sei unter anderem das frühere Heizsystem der Schule. Die anfallende Asche wurde zum Teil auf dem Bereich der jetzigen Turnhalle gebracht. Da die Erde speziell gelagert und dann entsorgt werden muss, schnellten die Kosten für den Kreis in die Höhe. Die trifft zudem bei der Gestaltung der Außenanlagen zu.

Ein weiteres Problem gibt es mit der geplanten Kunststoffstegplatten-Fassade. Bei der ersten Ausschreibung wurde festgestellt, dass keiner der Firmen ein gültiges Brandschutzzertifikat für diese Konstruktion vorweisen konnte. Konsequenz: Eine teurere Glas-Alu-Fassade wird gebaut. Der Auftrag dafür wurde am Montag nichtöffentlich vergeben und liegt bei 212 000 Euro.

Da insgesamt 500 000 Euro mehr nötig sind und es wohl nicht mehr Fördermittel geben wird, muss der Kreis in die Rücklage greifen. Diese konnte 2009 und 2010 für Investitionen gebildet werden. Aus diesem Topf fließen 379 000 Euro. Weitere 161 000 wurden bei der Kreisvolkshochschule freigeschaufelt. In das Salzwedeler Gebäude sollten eigentlich 200 0000 Euro fließen. Nun sind es erheblich weniger, Investitionen werden auf die nächsten Jahre verschoben. Die Turnhalle soll im Dezember eröffnet werden.

Von Christian Ziems

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