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Trotz Pandemie kein Ansturm in Salzwedel

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Von: Holger Benecke

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Hans-Peter Marschollek vom Bezirksverband der Gartenfreunde Altmark konnte während der Pandemie keinen Ansturm auf die Kleingärten beobachten. © Benecke, Holger

Der eigentlich während der Pandemie erwartete Ansturm auf Kleingartenanlagen ist ausgeblieben. Zwar verzeichnete die eine oder andere Sparte mehr Interessenten als in den Vorjahren, doch blieb es eher verhalten.

Salzwedel – Der eigentlich während der Pandemie erwartete Ansturm auf Kleingartenanlagen ist ausgeblieben. Zwar verzeichnete – je Verein unterschiedlich – die eine oder andere Sparte mehr Interessenten als in den Vorjahren, doch blieb es eher verhalten. Hinzu kommt auch, dass die meisten Gartensparten gut belegt sind.

Hans-Peter Marschollek vom Vorstand des Bezirksverbandes der Gartenfreunde Altmark hat den Überblick. 15 Kleingartensparten gibt es in und um Salzwedel. Diese umfassen eine Größenordnung von neun bis 100 Parzellen. „Wir hatten vermehrt Anfragen während der Pandemie“, sagt Marschollek, „es war aber nicht so, dass wir uns vor Interessenten nicht erwehren konnten.“

So standen zwar einige Kleingärtner in spé bei der „Morgensonne“ und den „Kampstücken“ (beide an der gleichnamigen Straße) vor der Tür. „Doch unsere Anlagen sind voll belegt“, sagt Hans-Peter Marschollek.

Auch die Anlage „Heckenweg“ habe keine Parzelle mehr frei, ebenso die kleinen Sparten „Wolfsberg“ (Kuhdamm) und „Eisenbahner“ (Löns- / Tuchmacherstraße). Voll belegt sei auch die Kleingartenanlage „Flögsand“ (Chüttlitz), der Bernd Pitterling vorsteht.

Vereinzelt gebe es in den Sparten „Stadtrand“ und „Sonnenschein“ (beide zwischen Salzwedel und Chüttlitz), „Marschfeld“ und Sonneneck“ sowie „Pferdmärsche“ (Reimmannstraße) Parzellen, weiß Hans-Peter Marschollek vom altmärkischen Dachverband der Kleingärtner. So auch in den „Kleinen Hopfengärten“ (Böddenstedter Weg) und im „Vogelsang“ (hinter Obi und der kleinen Anlage).

An der Ritzer Brücke, in der Kleingartensparte „Hilgenholz“ wären noch Parzellen frei. „Wir haben noch Gärten zu vergeben, die schon länger ungenutzt sind“, sagt Gerald Tosch, der den dortigen Kleingartenverein leitet. Allerdings seien die Lauben schon in Mitleidenschaft genommen. Er habe immer mal wieder Anfragen, berichtete Tosch. Und die hätten sich während der Pandemie etwa verdoppelt. Vormals waren es drei oder vier pro Jahr, während der Pandemie seien es bis zu zehn Interessenten gewesen.

Allerdings würde sich der Vorstand die Interessenten auch genau ansehen. Viele kämen zur Anmeldung und hätten die Körbchen schon im Auto, um die Ernte gleich mitzunehmen, oder fragten nach einem Brunnen, um einen Swimmingpool zu füllen, schilderte Gerald Tosch seine Eindrücke.

„Die Sahneschnitten sind weg und bei den trockenen Brötchen wird es schwierig, diese an den Mann oder die Frau zu bringen“, gab der Vorsitzende einen Überblick über die Lage im „Hilgeholz“.

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