Umliegende Teiche sind komplett zugefroren / Feuerwehr warnt davor, die Gewässer zu betreten

Trotz Kälte: Noch ist das Eis dünn

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Die Gänse watscheln umher, auf den zugefrorenen Brietzer Teichen. Die dünne Eisfläche kann diese ohne Probleme tragen, jedoch sollten sich die Altmärker noch nicht auf die Teiche um Salzwedel wagen. Auch wenn die vergangenen Nächte sehr kalt waren, ist die Eisschicht noch zu dünn.

Salzwedel. Kalt waren die vergangenen Nächte in der Altmark. Viele Autofahrer mussten die Scheiben von ihrem Fahrzeug frei kratzen. Auch haben die Minusgrade dafür gesorgt, dass teils komplette Teiche um der Hansestadt zugefroren sind.

Einige Tannenzapfen und kleine Stöcker wurden auf den Teich geworfen. Die dünne Eisschicht kann diese tragen, doch einen Menschen nicht.

Die aufsteigende Morgensonne spiegelt sich auf der glatten Eisschicht. Verlockend glänzt das zugefrorene Gewässer im Sonnenlicht. Zwar kann das Eis kleine Tiere wie zum Beispiel Schwäne tragen, jedoch sollten sich die Altmärker noch nicht auf die Teiche wagen. Auch wenn die vergangenen Nächte sehr kalt waren, so kann die gefrorene Wasserschicht keine Menschen tragen. Auch der Stadtsprecher Andreas Köhler warnt davor, auf das Eis zu gehen.

Auch komplett zugefroren: die Gewässer der Brietzer Teiche. Trügerisch und verlockend spiegelt sich das Sonnenlicht auf der glatten Eisfläche.

„Derzeit sollten die Teiche definitiv nicht betreten werden, das gilt für alle Gewässer rund um Salzwedel“, sagt Köhler. „Besonders sollen die Salzwedeler auf spielende Kinder achten, die schnell auf das dünne Eis laufen, da sie die Lage noch nicht richtig einschätzen können.“ Weiter erklärte der Stadtsprecher, dass die Eisschicht der Teiche nach und nach auf die Tragfähigkeit geprüft werden. Ist die gefrorene Wasserschicht dick genug, soll den Salzwedelern Bescheid gegeben werden, dass die Teiche sicher betreten werden dürfen.

Die Feuerwehr Salzwedel ist für den Ernstfall gerüstet. Vor gut einer Woche wurden Rettungseinsätze von im Eis eingebrochenen Personen geübt. Auch wurde das Retten mit dem Drehleiterwagen getestet. „Die Gewässer sind trügerisch und sollten nicht betreten werden“, mahnt der stellvertretende Wehrleiter der Salzwedeler Feuerwehr Karsten Jürgens. „Wir sind dennoch darauf vorbereitet, verletzte oder ins Eis eingebrochene Personen zu Retten. Dies haben wir umfangreich in Theorie und Praxis geübt.“

Die kommenden Nächte sollen von den Temperaturen her auch wieder recht knackig kalt werden, doch ob das Eis dann dick genug ist, bleibt ungewiss. Auf jeden Fall bieten die zugefrorenen Teiche und teils der Raureif auf den Ästen tolle Fotomotive in den frühen Morgenstunden.

Von Paul W. Hiersche

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