System gut organisiert / Kaum Verspätungen / Wieder mehr Briefe im Kasten

Trotz Corona: Bei der Post läufts rund

Teamleiterin Maren Hoffmann betreuen den Raum rund um Salzwedel. Die Post kommt dank eines gut organisierten Ablaufs weiter pünktlich. Fotos (2): Duetsche Post
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Teamleiterin Maren Hoffmann betreuen den Raum rund um Salzwedel. Die Post kommt dank eines gut organisierten Ablaufs weiter pünktlich.

Altmarkkreis Salzwedel – „Die postalische Versorgung im Altmarkkreis Salzwedel ist sichergestellt, die Brief- und Paketzustellung läuft ohne Einschränkungen, die Mehrzahl der Partner-Filialen und DHL-Paketshops sind geöffnet und fünf DHL-Packstationen im Altmarkkreis erleichtern den Paketempfang und -versand.“

Anke Blenn, Pressesprecherin der Deutschen Post DHL in Berlin, kann in der Corona-Krise mit erfreulichen Nachrichten aufwarten.

Die Post hat die Lage im Griff, sich auf die Einschränkungen eingestellt, arbeitet aber selbst fast uneingeschränkt weiter. .

Wenn der Zusteller Abstand hält

Anke Blenn, Pressesprechen DP/DHL in Berlin, informiert über die Lage im Altmarkkreis: „Ohne Einschränkungen.“

Der flächendeckende Einsatz sei weiterhin gewährleistet, so Blenn. Aber: „In wenigen Einzelfällen kann es aufgrund von Krankheit oder fehlender Kinderbetreuung durch Kita- und Schulschließungen jedoch dazu kommen, dass Standorte ihre Öffnungszeiten einschränken oder vorübergehend auch schließen müssen.“ Kunden können sich über die jeweils aktuelle Lage im Internet unter www.postfinder.de informieren.

Um den Corona-Virus nicht zu übertragen, übertragen zu bekommen bzw. diesen einzudämmen, gibt es bei den Postlern strenge Regeln. Dazu gehört auch, dass bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben bis auf Weiteres auf die Unterschrift der Empfänger verzichtet wird. Das übernehmen dann die Postboten.

Unter Quarantäne: Ablagevertrag

Zudem ist ein sogenannter Ablagevertrag möglich. Dann legen die Zusteller die Postsendungen an einem vom Kunden bestimmten Ort ab, sodass keine persönliche Übergabe mehr erfolgen muss. „Dieses Zustellverfahren empfehlen wir besonders für alle Haushalte in Selbstisolation oder unter Quarantäne. Diese Leistung ist kostenfrei und kann jederzeit auch online vereinbart werden“, erläuterte Anke Blenn.

Weiter verweist die Pressesprecherin auf die fünf DHL-Packstationen im Altmarkkreis (siehe Infokasten). Dort können Pakete und Päckchen rund um die Uhr empfangen und verschickt werden. Auch für diesen kostenfreien Service ist eine Anmeldung unter www.paket.de nötig – allerdings nur für das Verschicken. Für alle Aktualisierungen im Laufe der Corona-Krise rät Anke Blenn, sich unter www.deutschepost.de/coronavirus bzw. unter www.dhl.de/coronavirus zu informieren.

So sieht es in der Region Salzwedel aus

Auch in Salzwedel läuft der Postbetrieb rund, wie Teamleiterin Maren Hoffmann versichert. Sie und ihre rund 40 Postboten sind zuständig für die Postleitzahlbereiche 29410, 29413 und 29416 – die Regionen Salzwedel, Diesdorf und Fleetmark. Sie bewältigen jeden Tag 25 Touren in zwei Wellen: von 5 bis 14 Uhr und von 8.30 bis 17.40 Uhr.

„Das Risiko sich anzustecken, ist beim Einkaufen im Supermarkt größer, als einem Postboten zu begegnen“, schätzt Maren Hoffmann ein. Ohnehin sind die Postboten gehalten, die Pakete vor den Türen abzustellen, zu klingeln und zwei Meter zurückzutreten. Auch die beiden Teamleiter und ihre Stellvertreter meiden unnötige Begegnungen, halten aber Kontakt per Telefon und besprechen alles Weitere in abendlichen Telefonkonferenzen. Alles Maßnahmen, damit der Postbetrieb in seiner gewohnten Form aufrecht erhalten bleiben kann.

„Wir müssen alle zusammenhalten“

Ein entschieden höheres Postaufkommen, hat Maren Hoffmann in ihrem Bereich nicht zu verzeichnen. „Die Leute bestellen trotz der Krise auch das, was sie sonst ordern“, sagt die Teamleiterin und blickt auf ein Fahrrad und eine Gartenbank, die auch verpackt zu erkennen sind.

Bei den Paketen sei es etwas, bei den Briefen deutlich mehr geworden. „In der Krise greifen die Menschen offenbar wieder mehr zu Stift und Papier. Es ist also wichtig, dass wir da sind“, freut sich die Teamleiterin. Während das vertretungsweise Unterschreiben der Postboten für die Kunden von diesen sehr gut angenommen werde, sei die Inanspruchnahme des Ablagesystems bislang noch nicht angestiegen, schätzt Maren Hoffmann für ihren Bereich ein. Aber auch, dass der Postbetrieb reibungslos läuft. „Wenn etwas verspätet ankommt, dann maximal einen Tag“, weiß sie.

„Seit Freitag scheint nun jeder den Ernst der Krise begriffen zu haben. Davor waren viel zu viele Leute auf den Straßen unterwegs“, haben die Teamleiterin und ihre Mitarbeiter beobachtet. Ihre ganz persönliche Meinung ist: „Wir sollten nicht nur denen, die arbeiten, Danke sagen, sondern auch denen, die zu Hause bleiben müssen – wir müssen alle zusammenhalten.“

VON HOLGER BENECKE

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