Explosion im Automaten / Ganoven mit Beute auf der Flucht

Trio sprengte das Geld aus der Bank

17 Badeler und Thüritzer Feuerwehrkameraden um Ortswehrleiter Ralph Giesser löschten zwei Brände in der gesprengten Bank. Die Täter waren mit einer vierstelligen Summe entkommen. Einige Fünf-Euro-Scheine wehten noch über die Zierauer Straße. Fotos (2): Bock

Salzwedel. Eine Explosion schreckte die Badeler gestern gegen 2. 15 Uhr aus dem Schlaf. Drei Täter, so vermutet die Polizei, hatten in der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Bismark / Kalbe an der Zierauer Straße 52 in Badel den Geldautomaten gesprent und waren mit „Bargeld in Höhe eines vierstelligen Bereichs“ entkommen.

Das Trio floh mit einem dunklen Wagen in Richtung Thüritzer- / Bahnhofstraße. Eine weiträumige Absperrung kam vermutlich zu spät. Auch ein Polizeihubschrauber konnte den Wagen nicht aufspüren. Die Ganoven sind weiter auf der Flucht.

In den Vorraum der Raiffeisenbank sind die Täter offenbar mit einer Karte gelangt. Dort leiteten sie technische Gase – Acetylen und Sauerstoff – in den Geldautomaten. Die beiden Flaschen waren vor der Bank deponiert, Schläuche führten von dort zum Auszahlgerät. Auch der elektrische Zündmechanismus blieb wie die beiden Stahlflaschen vor der Bank zurück. Die Explosion zerfetzte den Automaten. Eine Schaufenster- und eine weitere Scheibe barsten, die komplette Inneneinrichtung ging zu Bruch. Die Seitenwände zu den benachbarten Räumen bis hin zum Dach wurden erheblich beschädigt. An zwei Stellen brachen Brände aus, die die um 2.22 Uhr alarmierten Wehren aus Badel und Thüritz mit 17 Kameraden schnell löschen konnten.

Den genauen Schaden konnte die Polizei gestern noch nicht beziffern. In den nächsten Tagen und eventuell auch Wochen wird es in der Außenstelle der Raiffeisenbank Bismark / Kalbe in Badel kein Geld geben. Auch Überweisungen und Einzahlungen sind nicht möglich. Die Kunden müssen so lange auf die umliegenden Zweigstellen ausweichen.

Von Maik Bock

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