Initiator Andreas Gödecke ist von der Stadt Salzwedel enttäuscht / „Ziehe den Antrag zurück“

Traum vom Klettergarten vorläufig geplatzt

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Hoch hinaus hätte es auch in Salzwedel gehen können: Einen Kletterpark wie in Bad Bevensen hätten sich der Verein Erlebnispark Altmark auch für die Hansestadt gewünscht.

klü Salzwedel. „Einen Erlebnispark mit Hochseilgarten in Salzwedel hoch zu ziehen, sollte finanziell kein Problem sein. Wir bräuchten einfach nur ein Okay von der Stadt.

Aber da bis jetzt noch nichts kam, werde ich meinen Antrag wohl erst einmal zurück ziehen müssen“, so Initiator Andreas Gödecke im Gespräch mit der Altmark-Zeitung.

Die Idee, in der Hansestadt einen Kletterpark zu gestalten, kam dem Salzwedeler bereits 2014. Der Traum von einer neuen Attraktion in der Altmark zerschlug sich allerdings. „Zu dem damaligen Investitionspartner aus Hamburg haben wir die Geschäftsbeziehung beendet. Da sind wir einfach auf keinen grünen Zweig gekommen“, so Gödecke. Ein neuer Anlauf wurde 2015 unternommen. „Wir haben den Verein Erlebnispark Altmark gegründet, Verhandlungen mit einem Hersteller in Bayern geführt.“

Initiator Andreas Gödecke ist enttäuscht.

Der Park des Friedens rückte bei dem Vorhaben ins Interesse. Im August 2015 geht der Antrag an die Stadtverwaltung und wird bald darauf im Ausschuss für Marketing vorgestellt. „Wir haben mit einem Investitionsvolumen von etwa 300 000 Euro gerechnet und hätten noch einen Rabatt bekommen, wenn wir mit den Bauarbeiten im Juli 2016 begonnen hätten“, erzählt Andreas Gödecke.

Doch dafür hätte die Stadt schon Ende Dezember reagieren müssen. Eine Auftragsbestätigung in Bayern hätte vor zwei Wochen eingehen sollen.

„Der Antrag ging im Marketingausschuss ein und von da aus wieder in die Fraktionen zurück. Und dort versauert er nun“, ist Nils Krümmel, Stadtratsmitglied (CDU-Fraktion) sauer. Auch Andreas Gödecke ist enttäuscht über das mangelnde Interesse.

Den Antrag wird Andreas Gödecke nun zurück ziehen: „Ich kann die Kalkulationen aus August jetzt nicht mehr so erfüllen. Allein die Zeitplanung ist völlig durcheinander gekommen, weil es kein klares Signal aus der Stadt gab.“ Ob es sich lohnt, einen weiteren Antrag zu stellen, weiß Gödecke selbst noch nicht. „Wir haben das ja auch alles in Eigeninitiative und ehrenamtlich gemacht. Wir bieten der Stadt Salzwedel ja was an und dann kommt gar nichts zurück“, ist Andreas Gödecke frustriert.

Von Katja Lüdemann

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