Hilfe beim Überqueren: Verkehrsexperte fordert mehr Sicherheit für Salzwedels Fußgänger

Trampelpfade und Stolperstellen

Der Trampelpfad zeigt, wo ein Gehweg an der Magdeburger Straße fehlt. Anlieger hatten in der Vergangenheit zudem beklagt, dass der Bereich kaum ausgeleuchtet ist.
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Der Trampelpfad zeigt, wo ein Gehweg an der Magdeburger Straße fehlt. Anlieger hatten in der Vergangenheit zudem beklagt, dass der Bereich kaum ausgeleuchtet ist.
  • VonChristian Ziems
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Salzwedel. Beim Erstellen des aktuellen Verkehrskonzepts sind Lücken im Gehwegnetz aufgetaucht, die Anlieger schon länger kennen. Ob diese geschlossen werden, hängt in den nächsten Jahren maßgeblich von den finanziellen Möglichkeiten Salzwedels ab.

An folgenden Orten sehen die Fachleute besonders dringenden Nachholbedarf: Arendseer Straße, Nordseite (Groß Chüdener Weg – Ortsausgang), Magdeburger Straße, Ostseite (Anschluss Knotenpunkt Arendseer Straße), Lindenallee (Anschluss in Richtung Finkenweg) sowie Randbereiche an einigen Ortsdurchfahrten innerhalb von Dörfern.

Hinzu kommt die schmale Altstadt, bei der vorhandene Gehwege zum Teil höchstens von einer Person gefahrlos genutzt werden können. Ideal sei ein Breite von 2,50 Meter. Davon, dass Verknüpfungen fehlen, zeugen Trampelpfade. Diese machen den punktuellen Bedarf deutlich.

Für die Goethestraße wird das Aufpflastern empfohlen.

In dem Konzept wird auf ein Fußweg-Projekt speziell hingewiesen. Und zwar der Bereich von der Mittel- bis zur Ernst-Thälmann-Straße. Gerade bei den Durchgängen zwischen den einzelnen Fahrbahnen gebe es auf Grund der begrenzten Flächen Konfliktpotential zwischen Fußgängern und Radfahrern. Vorschlag von Planer Tobias Schönefeld: Radler mit Schildern darauf hinweisen, dass sie nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Zudem sollte der Bereich zum Überqueren der Goethestraße deutlich gekennzeichnet werden. Dies könnte mit Aufpflastern geschehen. Auch für die Wollweberstraße sei dies aus Sicht der Experten empfehlenswert.

Mit Blick auf das gesamte Stadtgebiet ist im Konzept vermerkt: Hohe Borde und Oberflächenschäden sorge für eine erhöhte Sturzgefahr. Dort solle die Stadt gezielt tätig werden – auch mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerungsstruktur. Vorgeschlagen wird ein eigenes Sanierungsprogramm für Salzwedels Gehwege.

Um schwierige Situationen zu entschärfen, könnte das Gehwegparken verboten werden. Dies betrifft zum Beispiel den Südbockhorn. Dadurch würde nicht nur mehr Platz zum Laufen entstehen. Darüber hinaus wird bemängelt, dass es an Kommunikationsflächen im öffentlichen Bereich fehle. Damit sind nicht nur Bänke gemeint. So gibt es inzwischen Kombinationen zum Sitzen für Erwachsene und zum Spielen für Kinder.

Von Christian Ziems

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