Ausgewählte Orte werden künftige besser gepflegt und vermarktet

Touristen sollen Gräber entdecken

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Großsteingräber, wie dieses nahe Stöckheim (Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf), gilt es zu vermarkten.

cz Altmarkkreis. Die Großsteingräber im Altmarkkreis Salzwedel rücken in den Fokus der touristischen Vermarktung. Darüber informierte der Altmarkkreis, der zudem die Pflege intensivieren will. „Wir haben einen ungenutzten Kulturschatz der Menschheitsgeschichte vor Ort.

Es wäre schade, diesen nicht in Wert zu setzen, um zukünftig mehr Kulturtouristen in die Altmark zu locken“, so Landrat Michael Ziche.

Mitarbeiter aus den Landkreises Stendal und Börde, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, dem Amt für Landwirtschaft und Flurneuordnung Altmark, der ABS Drömling, den Kreismuseen des Altmarkkreises und dem Bördekreis, etliche Gemeindebürgermeister sowie der Verein Junge Archäologen Altmark. berieten in Salzwedel, wie dies funktionieren könnte.

„Jetzt gilt es einen Schritt weiterzugehen und tatsächlich praktisch zu schauen, was wir aus den Erfahrungen der Vorjahre lernen können, konkreter zu werden und einige Großsteingräber in eine funktionierende langfristige Pflege und Vermarktung zu bekommen“, so Amanda Hasenfusz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Altmarkkreis Salzwedel. Sie hatte, zusammen mit Lothar Mittag, dem Leiter der Langobardenwerkstatt Zethlingen, die Initiative gestartet. Und weiter: „Es wird fünf bis zehn Jahre dauern, bis wir bundesweit mit den Großsteingräbern touristisch punkten können. Das ist ein langer und sehr steiniger Weg, aber es wird sich lohnen“

In den kommenden Wochen werden einige Großsteingräber in der Altmark sondiert. Es gilt zu schauen, wie diese an den Altmarkrundkurs oder zukünftige Radwegenetze der Region eingebunden werden können. „Allerdings ist es auch unsere Pflicht, die nicht so schönen Gräber zu erhalten, denn es handelt sich in jedem Falle um wertvolles Kulturgut“, sagte Lothar Mittag. Großsteingräber, auch Hünengräber genannt, gibt es vorwiegend in den nördlichen Breiten Europas. Sie gelten als älteste bekannte Grabbauten der Menschheitsgeschichte und sind vor rund 3500 vor unserer Zeitrechnung entstanden.

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