Die Hansestadt macht Feierabend: Zahlreiche Gäste stehen bei Chorfest vor verschlossenen Türen

Tourist-Info und Läden dicht

Sonnabendnachmittag füllte sich die Innenstadt – hier die Burgstraße – mit vielen Touristen. Zu diesem Zeitpunkt schlossen allerdings viele Ladenlokale und auch die Tourist-Info ihre Pforten. Fotos (2): Schröder

Salzwedel. „Man kann sich nicht mal mehr einen Stadtplan holen, geschweige denn den Blick vom Rathausturm genießen“, sagte ein Gast am Sonnabendnachmittag. Zu diesem Zeitpunkt strömten viele Chorsänger, Bands und weitere Musiker in die Innenstadt.

Das Landeschorfest und die Musikschultage hatte eine kurze Pause und die Straßenmusiker der Fete de la musique begannen ihre Konzerte auf den Einkaufsmeilen.

Doch genau zu dieser Zeit schloss die Tourist-Info pünktlich um 14 Uhr ihre Pforten und auch zahlreiche Geschäftsinhaber verließen ihre Ladenlokale. „Den Schuh muss ich mir wohl anziehen“, sagte KulTour-Betriebsleiter Joachim Mikolajczyk auf Nachfrage der Altmark-Zeitung und betonte, dass aber in der Mönchskirche noch viele Informationen für die Touristen ausgelegen hätten. „Natürlich wäre ein Hinweis darauf an der Tourist-Info von Vorteil“, ergänzte Mikolajczyk. Bei vielen Festen würde flexibel und mit Infoständen reagiert, diesmal habe dies allerdings personell nicht funktioniert.

Jost Fischer von der Gewerbegemeinschaft ist es „schon gewohnt“, dass nicht alle Geschäftsleute in der Innenstadt bei solchen Ereignissen länger geöffnet haben. „Wir können nur dazu aufrufen. Zwingen können wir aber niemanden“, so seine Aussage zu einer Chance, die vertan wurde. Eine weitere Beschwerde kam von Chorsängern an der kleinen Bühne auf dem Rathausturmplatz. Diese stand gegen die Windrichtung, sodass der Gesang nicht gut zu hören war. Nach Aussagen von Sängern, hätte das „Ordnungsamt“ einen anderen Aufbau verhindert. Stadtsprecher Olaf Meining erklärte dazu, dass die städtische Grundstücks- und Gebäudeverwaltung die Nutzung des Platzes mit dem Chorverband, geregelt habe und später keine weiteren Aussagen dazu getroffen habe.

Von David Schröder

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