Stadt will nicht mehr warten

Tierpark-Reparatur in Salzwedel: Fördermittelantrag wiederholt abgelehnt

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Lama und Emu sind im großen Gehege im Salzwedeler Tierpark beheimatet. Die Umfriedung soll aus Stadtmitteln erneuert werden. Anträge auf Leader-Fördermittel sind immer wieder unberücksichtigt geblieben.

Salzwedel – Weil der Salzwedeler Tierpark bei der aktuellen Leader-Förderung Pech hatte (wir berichteten), will die Stadt nun selbst für notwendige Sanierungskosten aufkommen.

Für eines der beiden großen Gehege – dort, wo Lamas, Emu und Zackelschafe untergebracht sind – bestehe keine Standsicherheit mehr. Rund 30.000 Euro kostet ein neuer Zaun.

Die Abnutzungsspuren an den Holzzäunen sind nicht mehr zu übersehen. Nun soll gehandelt werden.

Die Idee dafür existiere schon länger, berichtet Tierparkchef Jens-Olaf Schawe. Und auch die Notwendigkeit. Das große Gehege, ein zentrales Element im Tierpark, sei bald nicht mehr zu reparieren, heißt es. Das Holz fasse die Nägel nicht mehr richtig, am unteren Ende sei so manche Latte abgefault. Von „viel Flickkram“ spricht Jens-Olaf Schawe. Kurzum: Noch einige Jahre können die Verantwortlichen nicht mehr warten. Deshalb will die Stadtverwaltung handeln und sich vom nächsten Hauptausschuss am kommenden Mittwoch, 18. März, das Einverständnis für die Investition holen. Es hat sich im Rathaus die Einsicht durchgesetzt, dass Fördermittel aus besagtem Leader-Topf wohl nicht mehr in den Salzwedeler Tierpark fließen werden. Drei erfolglose Anträge zeugen davon.

Für Tierparkchef Schawe ergeben sich dadurch aber auch einige neue Möglichkeiten. So soll zwar der Gehegeumriss bleiben, wie er ist. Jedoch könnte die innere Aufteilung verändert werden. „Alles noch in der Planungsphase“, so Schawe. Anstelle des bisherigen Holzes könnte Metall für längere Haltbarkeit sorgen. An einigen Stellen ist das schon zu sehen.

Neben der Gehegemodernisierung gibt es weitere Wünsche im Tierpark. Jens-Olaf Schawe könnte sich beispielsweise ein Ergänzen der Beschilderung vorstellen, ein Klettergerüst für Ziegen und einen aufgepeppten Sandkasten für Schweine.

Hinter den Kulissen soll es außerdem gemeinsame Überlegungen mit dem Verein zur Förderung der beruflichen Bildung in Salzwedel geben. Dessen Geschäftsführer Thomas Koberstein ist gleichzeitig Storchenbeauftragter. Einige der schwarz-weiß-roten Tiere gibt es bereits im Tierpark. Auch andere Ideen schwirren durch die Luft.

VON JENS HEYMANN

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