Straffer Zeitplan: Nächste Woche beginnt der Abriss, ab März der Neubau

Salzwedels THW-Stützpunkt wird Baustelle

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Alle auf diesem Bild zu sehenden Bauwerke verschwinden. Links entsteht der Neubau.

Salzwedel – Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter gestern Vormittag auf dem Fuchsberg. Vor allem beim THW-Ortsbeauftragten Nico Lesch und seinem Stellvertreter Detlef Jauch. „Seit fünf Jahren warten wir auf eine neue Kfz-Halle“, sagt Jauch.

Die alten Bauten, zwei ehemalige Grenztruppengaragen, sind schon lange gesperrt – baufällig.

Architekt Holger Rätzel (r.) traf gestern mit THW-Chef Nico Lesch (l.) letzte Absprachen.

Der Bund investiert in seine THW-Liegenschaft in Salzwedel knapp 1,1 Millionen Euro, erläutert Mark Golembus vom Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt aus Stendal. Architekt Holger Rätzel aus Magdeburg führte gestern während der Bauanlaufberatung mit allen beteiligten Firmen Regie. Denn schon nächste Woche soll es losgehen. Das Bauziel ist der 27. November. Rätzel stimmte jeden einzelnen Baufortschritt präzise mit den jeweils Verantwortlichen ab.

Zunächst sind die Abbruchspezialisten am Werk. Die beiden baufälligen Garagen, ein Schleppdach zum Unterstellen von Technik und die alte THW-Schirrmeisterei sollen abgerissen werden. Bis Ende Februar soll das erledigt sein. Anschließend beginnt der Neubau. Der könne aber auch schon früher geschehen, wenn der Abriss eher geschafft ist, einigten die Bauleute sich gestern.

Als Neubau sind eine Kfz-Halle mit acht Einstellplätzen und einer Arbeitsgrube sowie ein Holzlager geplant. Apropos Arbeitsgrube: Dieses zehn Meter lange Bauteil wird schon in den nächsten Tagen vorgefertigt, Anfang Mai geliefert und in einem Stück montiert. Der Einbau samt Abdeckung und Anschluss dauert nur einen halben Tag.

Die gelb eingezeichneten Gebäude – zwei Garagen, ein Schleppdach zum Unterstellen von Technik und die ehemalige Schirrmeisterei – werden abgerissen.

Bei der Kfz-Halle selbst handelt es sich um eine wärmegedämmte Kalthalle in Stahlbetonbauweise mit acht 3,70 Meter breiten Toren – davon zwei mit sogenannten Schlupftüren.

Der zweite Neubau ist ein offenes Holzlager. Dort lagern die THW-Helfer jenes Holz, das sie zur Ausbildung und bei Einsätzen benötigen, denn der Ortsverband Salzwedel verfügt über eine schwere Bergungsgruppe. Erinnert sei hier nur an einen polnischen Frachter, der bei Schnackenburg gestrandet war und nach zehn Monaten unter Federführung des Salzwedeler THW-Ortsverbandes 2004 wieder flottgemacht und in die Elbe geschoben wurde.

VON HOLGER BENECKE

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