Constantin Chmelka führt 80 Helfer im Salzwedeler Abschnitt

Altmärker im Ahrtal: THW bewältigt 15 Kilometer Katastrophe

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In seiner mobilen Führungsstelle wird der Salzwedeler Constantin Chmelka (mit roter Weste) von Kameraden aus den Ortsverbänden Halberstadt und Eberswalde unterstützt.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Die Bundeswehr zieht ab – das THW bleibt. Vorgesehen ist das bis zum Jahresende.

Stefan Sachser dokumentiert den Einsatz der Salzwedeler.
Helfen der Bevölkerung auch bei der Drecksarbeit.

Salzwedel/Ahrtal - Die Helfer vom Ortsverband Salzwedel unter Zugführer Constantin Chmelka haben im Ahrtal drei Einsatzzeiträume absolviert und im Katastrophengebiet ihren THW-Mann gestanden. In der vergangenen Woche sind sie zurückgekehrt. „Der Zugtrupp Salzwedel steht nach kurzer Ruhepause wieder für weiteren Einsatz zur Verfügung“, meldeten Zugführer Constantin Chmelka und Zugtruppführer Stefan Sachser ihrem THW-Chef Nico Lesch.

Constantin Chmelka inspiziert die vom THW provisorisch errichtete Brücke, damit die Kinder wieder zur Schule können.

Zur Erinnerung: Allein im Ahrtal hatte es durch Sturzfluten am 14. und 15. Juli 133 Todesopfer gegeben. Daneben hat die Zerstörung durch den Starkregen ungeahnte Ausmaße angenommen. Die hochwassererfahrenen Salzwedeler wurden dort zu Koordinierungsaufgaben beim Wiederaufbau der Infrastruktur eingesetzt.

Der Aufbau der Infrastruktur läuft immer noch auf vollen Touren. Zu groß sind die Schäden im Ahrtal.
Bagger und andere schwere Technik greifen ein. Doch das meiste bleibt nach wie vor solide Handarbeit.

Die Salzwedeler hatten eine Einsatzabschnittsleitung und waren für den etwa 15 Kliometer langen Bereich von Bad Neuenahr-Ahrweiler bis Sinzig am Rhein zuständig. Außerdem waren die Feldköche Anke Sachser und Jörg Lichtenknecker zwei Einsatzperioden im Bereitstellungsraum am Nürburgring für die gute Verpflegung von 5000 Helfern zuständig. Das Zeltlager diente allen Einsatzkräften als Schlafstätte. Nun pausieren die Salzwedeler nach wochenlangem Zeltlageraufenthalt zu Hause, um sich für den nächsten Einsatz zu erholen.

Überall packen die THW-Helfer mit an. Sie werden noch eine ganze Weile im Einsatz bleiben müssen.
Die Anforderung von Spezialtechnik wird abgesprochen.

Bislang hat die Salzwedeler Truppe Beräumen, das Wiederherstellen der Infrastruktur, Notinstandsetzung, Trinkwasserversorgung und Unterstützung der Bevölkerung sowie öffentlicher Stellen koordiniert und geführt. „Hauptschwerpunkt ist dabei die Hilfe für die Bevölkerung“, stellt Zugführer Constantin Chmelka klar. Seine Führungsstelle wird durch Zugtrupps der Ortsverbände Halberstadt und Eberswalde unterstützt. Insgesamt verfügt Chmelka mehr als 80 Einsatzkräfte des THW aus dem gesamten Bundesgebiet.

Sturzbäche haben mit ungeheurer Kraft selbst Brücken weggerissen und so auch die Bahn lahmgelegt. Nun muss schnell eine Lösung gefunden werden.
Der Salzwedeler Zugführer verschafft sich ein Bild über die bevorstehenden Aufgaben seiner Mannschaften. Von seiner Lageeinschätzung hängt alles ab.

„Wir unterstützen, wo wir nur können. Weiter helfen wir bei der Instandsetzung der öffentlichen Infrastruktur und sorgen dafür, dass beispielsweise der Schulbetrieb bald wieder aufgenommen werden kann“, umreißt der Salzwedeler das Aufgabengebiet in seinem Ahrtal-Abschnitt.

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