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Tannenverkauf zur Weihnachtszeit in Salzwedel läuft besser als gedacht

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Von: Armon Böhm

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Phillip Klinder und ein Tannenbaum
Phillip Klinder ist neu im Weihnachtsbaumverkauf, doch er ist sich sicher, dass die Inflation sowie andere Krisen den Salzwedelern nicht ihre Freude am Weihnachtsfest genommen haben. Die Bäume am Kaufland gingen gut weg. © Böhm, Armon

Die Inflation macht fast alles teurer, doch sparen die Salzwedeler auch bei ihrem Weihnachtsfest? Um dies zu beantworten, fragte die Altmark-Zeitung einige lokale Weihnachtsbaumverkäufer nach der diesjährigen Kaufkraft.

Salzwedel – Alles wird teurer, selbst die Weihnachtsbäume blieben dieses Jahr nicht verschont. Bei vielen wird daher aktuell Sparsamkeit großgeschrieben. Aber sparen die Salzwedeler auch an ihrem Weihnachtsfest? Die Altmark-Zeitung wandte sich an einige lokale Weihnachtsbaumverkäufer, um dies in Erfahrung zu bringen. So viel vorweg: Der Pleite kommt keiner von ihnen nahe.

Zwischen 23 und 25 Millionen Weihnachtsbäume sollen laut einer Schätzung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) aus dem Jahr 2020 jährlich in deutschen Haushalten aufgestellt werden. Etwa 90 Prozent davon seien der SDW zufolge aus dem heimischen Anbau. Von den importierten Bäumen seien etwa 90 Prozent aus Dänemark.

Heimischer Anbau

Ein gutes Beispiel für den heimischen Anbau stellt das Unternehmen Wendlandtanne von Andreas Kehbein dar. Mit insgesamt neun Verkaufsstellen im Wendland und auch in der Altmark wie in Chüttlitz versorgen Kehbein und sein Team diverse Haushalte mit einem sicheren Platz für ihre Geschenke. Der Verkauf sei für den Betrieb, der sich aktuell in einer Umstellung auf Bio-Bäume befindet, erfolgreich verlaufen. „Ich hätte gedacht, dass die Inflation mehr Einfluss hätte und die Leute eher kleine Bäume kaufen, aber es läuft wirklich sehr gut“. Besonders stolz zeigte sich der Verkäufer, der den Betrieb erst seit diesem Jahr leitet, darüber, dass die Bäume frisch geschlagen werden.

Ebenfalls viele Bäume konnte laut Mitarbeiter Maik Ehlers der Landhandel Landfuxx Bartels verkaufen. Zwar biete der Laden erst seit dem Jahr 2021 Weihnachtsbäume an, doch Ehlers könne im Vergleich zum vergangenen Jahr keinen Unterschied feststellen. „Natürlich sind die Bäume aber teurer, das haben wir auch im Einkauf gemerkt“, erzählte Ehlers. Dennoch seien fast alle Bäume weggegangen.

Nicht überall teurer

Phillip Klinder, der Weihnachtsbäume beim Kaufland in Salzwedel anbietet, sei ebenfalls neu im Geschäft mit den Tannen, könne sich aber durchaus vorstellen, den Beruf ein Leben lang auszuführen. Zwar sei in der vergangenen Woche beim Kaufland mehr los gewesen, der Verkauf sei aber insgesamt sehr gut verlaufen. „Die Leute genießen ihre Weihnachtszeit, das finde ich sehr schön“, meinte Klinder.

Keine teureren Preise habe es laut Geschäftsinhaber Klaus Meyer im Baumarkt Obi gegeben. „Wir haben die gleichen Preise wie im letzten Jahr“, betonte Meyer stolz und hob zudem die Qualität der Bäume hervor, da der Baumarkt beste Nordmanntannen verkaufe. Die Käufer sollen auch dieses Jahr wieder ordentlich zugeschlagen haben, denn die Bäume seien fast ausverkauft. Das Kaufverhalten sei also zu den vergangenen Jahren konstant. Nur bei den Lichterketten habe man eine gewisse Zurückhaltung wahrgenommen. „Das ist das Einzige, wo die Leute sparsamer waren, obwohl es ja eigentlich energiesparende LEDs sind“, sagte Meyer.

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