Erneut steigende Schülerzahlen

Talsohle im Altmarkkreis scheint durchschritten

Bildungsstätten machen auf sich aufmerskam, wie hier bei einem Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsschule Arendsee. Die Schülerzahlen insgesamt steigen weiterhin langsam an.
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Bildungsstätten machen auf sich aufmerskam, wie hier bei einem Tag der offenen Tür in der Gemeinschaftsschule Arendsee. Die Schülerzahlen insgesamt steigen weiterhin langsam an.
  • VonChristian Ziems
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Altmarkkreis Salzwedel – Langsam aber stetig nach oben: So entwickelt sich die Anzahl der Kinder und Jugendlichen an Schulen im Altmarkkreis.

Während noch vor einiger Zeit Statistiken mit Blick auf die Zukunft für Diskussionen sorgten und engagierte Einwohner um ihre Schule im Ort fürchteten, ist die derzeitige Situation entspannter.

Laut einer aktuellen Liste des Altmarkkreises werden in diesem Schuljahr 8975 Kinder und Jugendliche unterrichtet. 2017/2018 waren es 8924. Der Trend für einen langsamen aber kontinuierlichen Anstieg ist bei den Bildungsstätten in der Region seit 2015/2016 zu erkennen.

Vorher ging es bergab, Mitte der 2000er Jahre waren es insgesamt knapp 12000 junge Altmärker. Der Anstieg ist bei den Grundschulen am deutlichsten zu erkennen, aber bei den anderen Bildungsstätten noch nicht überall angekommen. Die Gymnasien haben weiter ein Minus zu verzeichnen, ebenso Gemeinschaftsschulen. Im Sekundarschulbereich gibt es hingegen ein Plus. Mit knapp 2800 Kindern sind Grundschulen am stärksten vertreten.

Neue Angebote

Im Kreis-Verwaltungsbericht wird auch auf die Anzahl der Bildungsstätten eingegangen. Diese liegt seit 2015 unverändert bei 43. Die berufsbildenden Schulen gehören dazu und bieten auch Vollzeit an. 439 Wissbegierige nutzen diese Chance derzeit, in Teilzeit sind es 635. Die Anzahl aller Berufsschüler stieg von 1049 auf 1074. Mit neuen Bildungsgängen wird das Angebot der Salzwedeler Einrichtung weiter verfestigt. So gibt es nach den Sommerferien die Möglichkeit, sich für Ökolandbau zu spezialisieren (Altmark-Zeitung berichtete).

Realschulen ganz vorne

Was die Abgänger angeht, erhielten im Sommer 2018 knapp 27 Prozent den Realschulabschluss. Etwa ein Viertel konnte die Hochschulreife erreichen. An dritter Stelle steht mit 20 Prozent der erweiterte Realschulabschluss. Am unteren Ende der Skala steht der qualifizierte Hautschulabschluss. Etwa fünf Prozent verließen ihre Bildungsstätte lediglich mit einem Abgangszeugnis und haben es besonders schwer, einen beruflichen Weg einzuschlagen.

Die Verwaltung des Altmarkreises Salzwedel erfasst aber nicht nur die Entwicklung von Schülern. Weitere Themen, die umgesetzt und dokumentiert werden, sind bauliche Investitionen und besonders schnelles Internet. Fünf Schulen konnten bereits 2018 mit Fördermitteln bessere Bedingungen beim schnellen Datennetz geschaffen werden. Dann geriet die Zielstellung aber etwas ins Stocken. Bei sechs weiteren Bildungsstätten gab es nur für das Jahn-Gymnasium in Salzwedel einen positiven Fördermittelbescheid. Die Arbeiten dort sollen bis Herbst 2019 abgeschlossen sein.

VON CHRISTIAN ZIEMS 

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