Vier unbesetzte Stellen / 300 000 Euro für die Stadtkasse / Tarif- und Urlaubstageerhöhung / Freude über STARK III

Tagesstätten suchen händeringend Personal

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mei Salzwedel. Aus dem Kita-Eigenbetrieb fließen in diesem Jahr 300 000 Euro zurück in die Stadtkasse. Grund: Das für 2011 geplante Minus von 4,2 Millionen Euro wurde wegen vier unbesetzter Stellen nicht ausgeschöpft.

„Das ist wirklich akut, wir suchen händeringend Personal und finden keins“, untermauerte Eigenbetriebsleiterin Doris Gensch am Dienstagabend im Kita-Ausschuss.

Noch sei der Fachkräftemangel über die so genannten Zeitkonten (Stundenkontingente) aufzufangen. „Aber irgendwann besteht Handlungsbedarf“, so Gensch. Derzeit würden die Erzieherinnen 27,5 bis 30 Wochenstunden arbeiten. „Mehr wollen sie auch gar nicht.“ Sigrid Lemme (Linke) regte an, die Stundenzahl vorübergehend zu erhöhen. „Das würde aber das Personalkarussell in Gang setzen“, zeigte sich Doris Gensch skeptisch.

Sie merkte in ihrem Bericht an, dass die 3,5 Prozent Tariferhöhungen für 2012 noch berücksichtigt werden müssen. Kalkuliert worden seien nur 1,5 Prozent. Die Differenz macht rund 100 000 Euro aus. In ihrem Ausblick sprach die Eigenbetriebschefin noch ausstehende Gesetze an, wonach der Urlaubsanspruch in diesem Jahr für Erzieherinnen auf 31 Tage erhöht werden könnte. Das ergibt für den Eigenbetrieb 720 Stunden, die irgendwie aufzufangen wären.

Darüber, dass die Kita „Max und Moritz“ für das Förderprogramm STARK III (energetische Sanierung) vom Kreis auf Platz 1 gesetzt wurde, „freuen wir uns sehr“. Die benachbarte Lessing-Grundschule steht auf der STARK-Schulliste auf Platz 2. In der Tagesstätte „Max und Moritz“ sind für 925 000 Euro eine neue Außenwanddämmung, ein neues Dach, neue Heizungen, Fenster und Türen geplant.

Per 31. März dieses Jahres wurden in den Kindereinrichtungen der Stadt 1126 Kinder – darunter 247 in der Krippe, 496 im Kindergarten und 383 im Hort – betreut. Zum Eigenbetrieb gehören 185 Mitarbeiter.

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