Vom Feuer bis zur Tragehilfe: 48 Aktive rückten 2017 insgesamt 254 Mal aus

Feuerwehr Salzwedel: 113 Tage ununterbrochen im Einsatz

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Feuerwehrmann Marko Kummert stand beim schwersten Einsatz der Salzwedeler Feuerwehr im vergangenen Jahr, beim Brand einer Recyclingfirma an der Ritzer Brücke, an der Löschkanone des Tatra.

Salzwedel. Die 48 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Salzwedel haben im vergangenen Jahr 254 Einsätze ge-stemmt.

Dabei kamen 2704,46 Stunden zusammen, bei denen die Feuerwehrmänner und -frauen Brände löschten, Sturmschäden beseitigten, eingeklemmte Menschen aus Autos befreiten, Ölspuren entfernten, Türen öffneten, Kranke trugen und vieles andere mehr. Die Anzahl dieser ehrenamtlich geleisteten Stunden für die Allgemeinheit entspricht fast 113 Tage ununterbrochenen Einsatzes.

Kevin Koschwitz: 119,08 Stunden bei 104 Einsätzen.

Die meisten Einsatzstunden, nämlich 119,08, schulterte dabei Jugendwart Kevin Koschwitz in 104 Einsätzen. Ihm folgen Feuerwehrchef Mario Müller mit 114,04 Stunden bei 105 Einsätzen und Vize-Wehrleiter Karsten Jürgens mit 98,54 Stunden bei 101 Einsätzen. Diese Einsatzdichte bedeutet, dass die Männer fast jeden dritten Tag rausmussten. Hinzu kommen noch die Dienste, Aus- und Weiterbildung sowie ihre Arbeit als Feuerwehrleitung.

Mario Müller: 114,04 Stunden bei 105 Einsätzen.

Unter den 254 Einsätzen, die die Wehr absolvierte, waren 84 Brände, aber auch neun Fehlalarme. 119 Mal rückten die Kameraden zu technischen Hilfeleistungen aus. Dazu gehörten neben Verkehrsunfällen auch Tierrettungen sowie 17 Türöffnungen. Dabei handelt es sich um Einsätze, bei denen Menschen hinter ihrer verschlossenen Wohnungstür um Hilfe rufen und schnelles Handeln notwendig ist. Eine technische Hilfe war am 9. Januar auch das Ausleuchten des Tatortes auf der Ernst-Thälmann-Straße, als ein PVGS-Bus, der aus Magdeburg kam, in Höhe Aral-Tankstelle beschossen worden war. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Karsten Jürgens: 98,54 Stunden bei 101 Einsätzen.

Den größten Brand des vergangenen Jahres brachten 51 Einsatzkräfte der Feuerwehren Brietz, Cheine, Chüttlitz, Mahlsdorf, Pretzier, Ritze, Seeben und Salzwedel (17 Männer und Frauen) am 26. Juni an der Ritzer Brücke unter Kontrolle. Knapp sechseinhalb Stunden kämpften die Feuerwehrleute gegen das Feuer in einer Halle eines Recyclingbetriebs, in der zudem Schmiermittel gelagert waren. Auch der Brand eines großen, illegal abgeladenen Sperrmüllhaufens an der Gartenstraße am 6. Mai und der Wohnhausbrand am 6. Februar in Ritze forderten den Feuerwehrleuten einiges ab.

Weitere Einsatzschwerpunkte waren im vergangenen Jahr fünf schwere Unwetterlagen. Am 30. Mai wurde die Feuerwehr zu elf Einsatzorten an die Lüneburger Straße, den Sportplatzweg, zu An den Kampstücken, zur Aral-Tankstelle, an die Schillerstraße, den Dämmchen- und den Böddenstedter Weg, die Braunschweiger-, die Ernst-Thälmann-, die Reimmann- und die Uelzener Straße gerufen. Am 22. Juni bewältigten die Aktiven dann 14 Sturmschäden, am 26. Juni neun, am 5. Oktober sogar 20 und am 29. Oktober weitere durch Unwetter verursachte Notlagen.

Von Holger Benecke

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