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Mehr als 260 Einsätze im Altmarkkreis

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Von: Arno Zähringer

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Ein von einem umgestürzten Baum zusammengedrücktes Auto
Das Auto am Bahnhof Salzwedel ist ein Totalschaden. Sturmtief Zeynep wütete im Altmarkkreis © Zähringer, Arno

Zwei Tage nach Sturmtief Ylenia brach von Freitag bis Sonnabend Sturmtief Zeynep über den Altmarkkreis Salzwedel hinweg und löste insgesamt mehr als 260 Einsätze aus. 

Diese Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum bis zum Morgen des Sonnabends, 10 Uhr. Sie wurden von der Integrierten Leitstelle für den Brand,- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Landkreises Stendal und des Altmarkkreises Salzwedel (kurz ILS) zusammengestellt.

Verletzt wurde bei den zahlreichen Einsätzen, bei denen manche Feuerwehrleute bis zu 20 Stunden im Dienst waren, glücklicherweise niemand. Zahlreiche umgestürzte Bäume beschädigten jedoch Autos, Häuser, Garagen und Stromleitungen oder sorgten für Verkehrsbehinderungen. Zudem sind etliche Dächer beschädigt worden. Vor allem am Sonnabend wurde bei Tageslicht deutlich, welche Schäden der Sturm mit Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde angerichtet hatte.

In manchen Kommunen fiel am Sonnabend zeitweise die Stromversorgung aus. Besonders betroffen war im Netzgebiet von Avacon der Altmarkkreis, sagte Pressesprecherin Corinna Hinkel auf Anfrage der AZ. Mit Reparaturarbeiten konnte am Sonnabend aus Sicherheitsgründen erst in den frühen Morgenstunden begonnen werden. Deshalb habe Avacon mit Netzumschaltungen den Großteil der betroffenen Haushalte in den frühen Vormittagsstunden des Sonnabends wieder versorgen können. „Gegen 17 Uhr waren am Sonnabend alle Kunden wieder am Netz“, sagte Hinkel gestern.

Der Katastrophenschutz Sachsen-Anhalt, Lagezentrum der Landesregierung, hatte gestern noch eine dringende Warnung für die Bevölkerung im Altmarkkreis veröffentlicht und vor extremen Orkanböen gewarnt.

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