Obstbaumallee bei Klein Gartz geplündert / 100 Euro Belohnung ausgesetzt

Strauchdiebe in der Feldmark

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Ulrich Damke ist wütend: Strauchdiebe hatten die von ihm und seinem Sohn angelegte Feldwegallee mit verschiedenen Obstgehölzen heimgesucht und zehn Bäume gestohlen. Die Pflaumen haben sie stehenlassen.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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In der Salzwedeler Region gehen die Strauchdiebe um. In der Nacht zum Mittwoch sind den Kickerfreunden die Stachelbeersträucher am „Eskadron“ gestohlen worden, die zum Naschen für die Kinder gedacht waren (wir berichteten). Vermutlich zur gleichen Zeit schlugen die Obstgehölzdiebe in der Gemarkung Klein Gartz zu. Ihre Beute: zehn Obstbäume.

Klein Gartz/Salzwedel - Diese hatten die Jagdgenossen und der Klein Gartzer Jäger Frederik Hornkohl vor gut anderthalb Jahren gepflanzt. Hornkohls Vater, Ulrich Damke, hatte immer wieder Wasser rausgefahren und die Bäume fleißig gegossen. Sie waren prächtig angewachsen und auch mit Gitterdraht gegen Wildverbiss geschützt.

Engagierte Jäger

„Wir haben uns über unsere schöne Obstbaumallee gefreut“, sagt Ulrich Damke, während ihm der Kamm ob der dreisten Diebe schwillt. Diese hatten die Bäume einfach aus dem Erdreich gezogen und mitgenommen. „Die wachsen doch jetzt gar nicht mehr richtig an“, ärgert sich Damke.

Sein Sohn Frederik hatte den Diebstahl am Mittwoch bemerkt, als er zur Revierkontrolle in der Klein Gartzer Feldmark unterwegs war. Mehrere Sorten Äpfel, Birnen, Mirabellen und Kirschen hatten die Strauchdiebe mitgenommen – die Pflaumenbäume ließen sie stehen. „Wir überlegen, ob wir unter diesen Bedingungen nachpflanzen. Wenn, dann sowieso erst im Herbst“, sieht Ulrich Damke in erster Linie nicht die finanzielle Einbuße. „Die jungen Bäume haben bereits teilweise begonnen zu blühen“, macht ihn der Frevel wütend.

Ein Teil der geplünderten Obstbaumallee in der Feldmark bei Klein Gartz. Zehn Bäume haben Diebe einfach aus dem Erdreich gerissen.

Egoismus Einzelner

Zudem hatten sich die Jagdgenossen über die neue Allee gefreut, und dass sie damit auch etwas für die Insekten – Käfer und Bienen – getan haben, um eine ökologisch wertvolle Landschaft zu erhalten. „Ich bin sehr enttäuscht, dass unsere gute Absicht, die Natur mit blühenden Pflanzen zu bereichern, dem groben Eigennutz und dem Egoismus Einzelner zum Opfer gefallen ist“, macht Damke seinem Ärger Luft.

„Die Diebe haben mit den Bäumen ein Problem. Es ist jahreszeitlich zu spät, sie noch zu verpflanzen. Außerdem wurden die frisch getriebenen Wurzeln mit abgerissen“, bescheinigt Ulrich Damke den Strauchdieben auch Unwissenheit, um es vorsichtig zu formulieren.

Auf der Polizeiwache ist er schon gewesen, um die Strauchdiebe anzuzeigen. Doch dem Plan, im Revier eine Feldwegallee mit Obstbäumen zu gestalten, wurde erst einmal ein böser Strich durch die Rechnung gemacht. Frederik Hornkohl hat eine Belohnung von 100 Euro ausgesetzt, für Hinweise, die zum Ergreifen der Täter führen.

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