„Marketingwege 2030“ greifen bereits / Erste Erfolge

Strategie: Salzwedel zum Anfassen

Olaf Meining zeigt die neuen Werbeaufsteller, mit denen Salzwedel in anderen Regionen auf sich aufmerksam macht. Foto: Benecke

Salzwedel. Die Baumkuchen GmbH hat während der Hansesail in der vergangenen Woche mit dem Salzwedeler Edelgebäck für die Hansestadt geworben. Gleiches tat Bäcker Krüger gemeinsam mit dem Marketing-amt bereits im Mai beim Firmenlauf in Hannover.

Und auch die Neusser werden in den Genuss des Markenzeichens aus der Jeetzestadt kommen, wenn die Erste Salzwedeler Baumkuchenfabrik im September in der zusammen mit Trier ältesten Stadt Deutschlands zum Hansefest die Backware auftischt.

Diese massive Werbung für Salzwedel ist bereits eines der ersten Ergebnisse der „Marketingwege Salzwedel 2030“. Marketingamtsleiter Olaf Meining, der das Ideenkonzept erarbeitet hat, das bis zum Jahr 2030 Zug um Zug umgesetzt werden soll, konnte bereits eine erste positive Bilanz ziehen.

Die Vermarktung Salzwedels als Baumkuchenstadt ist dabei nur ein Punkt. Auch beim zweiten touristischen Standbein Hanse tut sich einiges. So war Salzwedel im Mai dieses Jahres erstmals in Stralsund vertreten, präsentierte sich im Mai in Vreden, wird im September in Neuss und im Oktober in Wesel sein. Zudem vertritt Oberbürgermeisterin Sabine Danicke in der Internationalen Hansekommission alle 20 Hansestädte Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs. Ebenso laufen durch die Marketingmitarbeiter die Vorbereitungen für ein Hansekontor, das in Verbindung mit der Tourist-Information ins künftige Kunsthaus (ehemaliges Lyzeum) einziehen soll.

Gegenwärtig wird an einer Präsentation von Produkten aus der Hansestadt – von Gummi bis zu Tiefkühlfrüchten – gearbeitet. Diese soll dann im Landtag in Magdeburg gezeigt werden und in ein Präsentationsmodul für Messen münden. „Salzwedel zum Anfassen“, nennt Olaf Meining das.

Neben der Außenwerbung hat sich auch in Salzwedel etwas getan. Im Rahmen der in den Strategieansätzen bis 2030 als Markt-Offensive deklarierten Ansätzen ist vor allem die Unterstützung der Stadt für verschiedene Veranstalter angesagt. Auf der Haben-Seite stehen dort zwei Fashion-Days und zwei Oldtimertage (beides Stadtgeister), Familien-Fahrrad-Fest (Radio SAW und AOK), zwei Streetballturniere (Polizeisportverein) sowie der Tag des Bergmannes, der sich seit diesem Jahr auf das Marketingamt stützen kann. „Wer auf dem Marktplatz etwas machen möchte, ist bei uns genau an der richtigen Adresse“, sagt Olaf Meining. Im Blick hat er dabei Blumen- oder Tauschmärkte bzw. im nächsten Jahr einen Weinmarkt ähnlich dem in Uelzen.

Von Holger Benecke

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