Noch nie so schlimm: Anlieger der Wollweberstraße haben lange Latte an Beschwerden

„Es stinkt bis ins Schlafzimmer“

Viola Blankenburg und Thomas Herrmann ärgern sich über den Gestank, der aus den Gullys bis in ihre Wohnungen zieht.

hob Salzwedel. Die Gullys stinken und klappern. Die Autofahrer rasen, dicke Reifen poltern auf dem Pflaster. Dauerparker, die im Stadtzentrum arbeiten, blockieren den ganzen Tag die Stellflächen an der Wollweberstraße.

Parkende Fahrzeuge in der zweiten Reihe und auf den Grundstücksauffahrten, laufende Motoren und Hupkonzerte vor der Kindertagesstätte, wenn Helikopter-Eltern sich von ihren Sprösslingen verabschieden.

Eine zugeparkte Aufmündung zur Neuperverstraße sorgt für Ärger. Seit die Parkgebühren auf dem Nicolaiplatz angehoben worden sind, ist dieser fast leer – die Autos stehen nun auch an der Wollweberstraße. Die Liste, mit der die Anlieger am Dienstag bei Bürgermeisterin Sabine Blümel waren, ist lang.

Stehen in zweiter Reihe und zugeparkte Einfahrten.

Viola Blankenburg wohnt seit 1984 an der Wollweberstraße: „So schlimm wie im vergangenen Jahr, seit die Straße nach dem Ausbau wieder offen ist, war es noch nie.“ Blankenburgs Schlafzimmer zur Straßenseite bleibt meist unbenutzt. Ruhe habe sie eigentlich nur in ihrem Holzhäuschen auf dem Hinterhof.

Auch Nachbar Thomas Herrmann ist genervt und hat die Nase voll: „Es ist nicht mehr auszuhalten. Wir ärgern uns jeden Tag die Krätze an den Hals“, sagt der junge Familienvater.

Zusammen mit Bürgermeisterin Sabine Blümel, Bauamtsleiterin Martyna Hartwich und Eiko Petruschkat vom Ordnungsamt beratschlagte eine Abordnung von der Wollweberstraße, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Die stinkenden Gullys seien nicht ihre Baustelle, habe die Bürgermeisterin die Anlieger wissen lassen und auf den VKWA gedeutet, berichteten diese. Um die Raser solle sich die Polizei kümmern. Und die Parkerei sei die Unvernunft der Bürger, auf die sie ebenfalls keinen Einfluss habe, sind die Anlieger enttäuscht. Die Bürgermeisterin wolle prüfen lassen, ob an der Aufmündung zur Neuperverstraße zwei Parkflächen gesperrt werden könnten und ob am Durchgang von der Goethestraße eine Wölbung auf die Wollweberstraße gezogen werden könne, um die Raser zu bremsen.

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