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Rat schwang sich aufs Rad: Steinitzer feiern großes Fest

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Von: Holger Benecke

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Der Steinitzer Ortschaftsrat – (v.l.). Peter Gerke, Steffen Dömeland, Ortsbürgermeisterin Heike Köhler, Ulrich Prehm – und Uta Starke als interessierte Einwohnerin schwangen sich aufs Rad zu einer Dörferbefahrung in Kemnitz und Ziethnitz. © Benecke, Holger

Große Ereignisse werfen in Steinitz ihre Schatten voraus. Am 3. September wollen die Kemnitzer und Ziethnitzer kräftig feiern. Dann stehen 880 Jahre Kirche und 25 Jahre Spielplatzeinweihung auf dem Festkalender. Der Ortschaftsrat sprach am Freitag schon einmal das Programm des ereignisreichen Tages ab. Zuvor hatten sich die Abgeordneten aufs Fahrrad geschwungen und unternahmen eine Ortsbesichtigung.

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Abgesackter Gehweg an der Neuen Straße: Das liegt auch an Ameisen, die unter dem Pflaster Bauten anlegen. © Benecke, Holger

Kemnitz/Ziethnitz - Denn in den beiden Ortsteilen liegt noch einiges im Argen. Besonders mit der Grünpflege durch die Stadt hadern die Ratsherren und -frauen schon seit Jahren. Doch welche Überraschung: Pünktlich zur Tour der Räte durch die Dörfer war fast alles gemäht: „Wir sind erstaunt über den plötzlichen und unerwarteten Grünschnitt.“ Selbst der Radweg nach Ziethnitz war freigeschnitten. Das hatte der Ortschaftsrat schon seit zwei Jahren immer wieder ins Protokoll für die Stadtverwaltung hineingeschrieben.

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Abgesackter Gehweg an der Neuen Straße: Das liegt auch an Ameisen, die unter dem Pflaster Bauten anlegen. © Benecke, Holger

Überraschung: Gemäht und geschnitten

Nichtsdestotrotz sind noch einige Aufgaben zu erledigen. Besonders in Sachen Baumpflege. In Ziethnitz muss das Großgrün gegenüber der Lkw-Werkstatt auf Lichtmaß gestutzt werden und in Kemnitz hängen noch zwei Tannen vom Frühjahrssturm gefährlich auf den öffentlichen Weg zum Friedhof. Auch auf der Ruhestätte ist Baumpflege notwendig, doch das wollen die Steinitzer lieber selbst erledigen. Die neu aufgestellte Sitzgruppe in Ziethnitz fand den Gefallen der Abgeordneten. Auch in Kemnitz soll eine aufgestellt werden – nach ersten Überlegungen neben dem Kriegerdenkmal. Oder hinter der Kirche. Dort stehen alte Sitzmöbel, die aber hinüber sind. Eine weitere Bank – privat gespendet von Jörg Wolfram – soll zwischen Ziethnitz und Kemnitz aufgestellt werden.

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Hier ist Grünschnitt nötig, stellte nicht nur Ratsherr Steffen Dömeland während der Rundfahrt fest. © Benecke, Holger

Ausgefeiltes Programm für den großen Tag

Doch zurück zum Fest am 3. September: 14 Uhr soll es losgehen mit einem Gottesdienst. Gegen 15 Uhr soll die Feiergesellschaft dann zum Spielplatz ziehen. Dazu will der Rat eine Kinderdisco mit DJ, eine Hüpfburg, Schminken und allerlei Spielen für den Nachwuchs organisieren.

Ratsherr Ulrich Prehm schlug vor, gegen 18 Uhr – das Aufbruchszeichen soll das Glockengeläut der Kirche sein – mit einem Fackelumzug zum „Schützenhaus“ zu ziehen. Er werde die Fackeln spendieren, versprach Prehm. Im „Schützenhaus“ soll dann die Party für die Erwachsenen steigen – ebenfalls mit einem DJ zum Tanz.

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Mit der neuen Sitzgruppe, die unlängst in Ziethnitz aufgestellt worden ist, war der Rat zufrieden. © Benecke, Holger

Ein dickes Programm, das die Steinitzer nicht allein aus ihren 1300 Euro Brauchtumsmitteln stemmen können. „Da bliebe ja nicht einmal mehr etwas für unsere Rentnerweihnachtsfeier übrig“, machte Bürgermeisterin Heike Köhler deutlich. Der Ortschaftsrat will deswegen aus dem Sonderbudget bei der Stadt Mittel beantragen. Denn dieses ist für solche Fälle eingerichtet, um den Ortschaften unter die Arme zu greifen, wenn größere Festivitäten anstehen.

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