„Steinitz“ bald getilgt

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An der Landesstraße 8 wird nach wie vor auf den großen Wegweiserschildern auf Steinitz verwiesen. Der Landesbetrieb Bau beschäftigt sich derzeit mit der Frage, inwieweit der Name der ehemaligen Gemeinde von den gelben Tafeln verschwindet.

Salzwedel / Kemnitz / Ziethnitz – Von Jens Heymann.

Nach aktueller Gesetzeslage ist die Gemeinde Steinitz Geschichte. Und weil die Ortsteile Kemnitz und Ziethnitz heißen, verschwindet nun auch der alte Name.

Einer der sichtbarsten Kennzeichen einer Kommune sind Verkehrsschilder. Für Steinitz sind gleich drei Behörden diesbezüglich zuständig.

Die Hansestadt als Rechtsnachfolger kümmert sich um den Teil der Ortseingangsschilder, die an Gemeindestraßen liegen. Gestern sah sich das Ordnungsamt vor Ort um und machte eine Bestandsaufnahme. Was nun auf den Ortseingangsschildern stehen wird, sei noch nicht geklärt, hieß es.

Dagegen weiß der Altmarkkreis ganz genau, was künftig auf den Schildern stehen wird. Kein Steinitz, dafür Kemnitz und Ziethnitz. Das Ortseingangsschild lautet dann folgendermaßen: Kemnitz (bzw. Ziethnitz), Hansestadt Salzwedel, Altmarkkreis Salzwedel.

Bleibt noch der Landesbetrieb Bau Nord übrig, der für die Beschilderung der angrenzenden Landesstraße 8 zuständig ist. Peter Ebneter, Niederlassungsleiter der Stendaler Behörde, erklärte, dass zunächst einmal alles so bleibt, wie es ist. Allerdings nur so lange, bis die Verkehrsbehörde des Altmarkkreises nach Prüfung eine entsprechende Anordnung gibt. Auf die Frage, was künftig auf den großen Wegweisern an der L 8 stehen wird, sagte Ebneter: „Kemnitz, vorbehaltlich.“ Sollte dies dann tatsächlich geschehen, wäre Steinitz als Bezeichnung ein Stück mehr aus dem öffentlichen Leben der Region verschwunden.

Laut der Internetseite http://gov.genealogy.net hat der Name der am 1. Juli 1950 ins Leben gerufenen Gemeinde exakt 60,5 Jahre existiert. Kemnitz und Ziethnitz werden nun wieder in den Vordergrund treten, nachdem sie bis zum 30. Juni 1950 jeweils eigenständige Gemeinden waren.

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