Meerforellenfreunde sind stolz auf Rückkehr der Fische / Wiederansiedlungsprogramm erfolgreich

Stattliche Exemplare in Salzwedel

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Diese 70 Zentimeter große Salmonide ist eine der bislang kapitalsten Erfolge in der Jeetze im Salzwedeler Stadtgebiet. Die Meerforellenfreunde sind stolz auf die Rückkehr der Fische.

Salzwedel. Der legendäre „Jeetze-Lachs“ ist jetzt auch direkt in der Hansestadt selbst nachgewiesen worden. Meerforellenfreunde in Salzwedel sind stolz auf die Rückkehr der Großsalmoniden.

Es zeigt auch, dass die Gewässerqualität seit der Wende ständig besser geworden ist.

„Bei der Kontrolle der Meerforellen haben wir das bis jetzt beste Ergebnis erzielt. In der Jeetze im Stadtgebiet wurden vier Meerforellen gefangen. Zwei wurden vor genau vier Wochen markiert und zwei wurden neu markiert“, sagte Norbert Tschenisch, Chef des Angelsportvereins (ASV) Salzwedel der AZ.

Eine Meerforelle mit 57 Zentimetern Länge und etwa 1800 Gramm Gewicht sowie eine weitere Großsalmonide von 70 Zentimetern und zirka 3600 Gramm befinden sich darunter. „Weiterhin wurden in der Dumme noch fünf Meerforellen um die 40 Zentimeter gefangen und markiert“, so Norbert Tschenisch weiter.

Diese Kontrollbefischung zeigt aus Sicht der Salzwedeler Angler eindringlich die ersten Erfolge seitens des Wanderfischprogramms (wir berichteten). Viele der altmodischen Wehre wurden mit Förder- und Sponsorengeldern bereits in Fischtreppen umgewandelt oder zurück gebaut.

Von dieser Arbeit profitiert auch das Meerforellenprogramm. An Dumme und Jeetze haben Naturschützer bereits die Renaturierung einiger Flusslaufabschnitte in Angriff genommen. Hier wurde zudem auch Kies im Untergrund eingebracht, um das Laichen der Fische zu ermöglichen. Auch viele Angler aus der westlichen Altmark unterstützen gemeinsam mit ihrem Landesverband und Naturschützern das Meerforellen-Wiederansiedlungsprojekt. Ohne ihren Einsatz könnten die Fische nicht wieder heimisch werden.

Historischer Hintergrund: Die Region rund um die Hansestadt Salzwedel war vor 300 bis 400 Jahren für ihren Reichtum an kapitalen Meerforellen berühmt gewesen. Nach der Begradigung der Flüsse, deren Nutzung für Mühlen und zur Bewässerung sowie deren Verschmutzung verschwanden die Großsalmoniden.

Von Kai Zuber

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