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An der Salzwedeler Lindenallee: Statt 60 nur noch 25 Einheiten

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Von: Holger Benecke

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Wohnhaus
Noch fehlen die Brüstungen an den Balkonen in der Lindenallee 3 bis 11. © Zähringer, Arno

Die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Salzwedel (Wobau) hat mit Blick auf Komplettsanierung und Modernisierung viel zu tun. Als ein Beispiel dazu dient das Projekt „Rückbau und Aufwertung Lindenallee 3 bis 11“.

Salzwedel - Dort wird seit einiger Zeit ein Sechsgeschosser aus dem Jahr 1982 umgebaut. „Das Investitionsvolumen liegt bei rund zwei Millionen Euro“, berichtet Christian Märtens, Geschäftsführer der Wobau, der froh ist, dass die Kosten im Rahmen gehalten werden konnten.

Vor dem Rückbau verfügte das Gebäude über 60 Wohneinheiten. Davon waren fünf Zwei-Raum-, 25 Zwei- oder Drei- und 30 Drei-Raum-Wohnungen. Beim Start des Projekts waren laut Märtens 17 Wohneinheiten im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss vermietet. „Verbliebene Mieter aus der 3. bis 6. Etage sind im Bestand umgezogen“, informiert der Geschäftsführer.

Mieter sind im Bestand umgezogen

Nach Abschluss der Modernisierung stehen noch 25 Wohnungen zur Verfügung. Neu ist, dass die Wobau fünf Familienwohnungen anbieten kann, die jeweils etwa 125 Quadratmeter aufweisen werden. Sie bestehen aus vier, fünf oder sechs Zimmern. Dazu sind zwei Wohnungen zusammengelegt worden. Die großen Wohnungen sind für die dritte Etage geplant. Märtens geht im Gespräch mit der AZ davon aus, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein werden. Danach sei der benachbarte Block mit den Nummern 13 bis 19 dran.

Plakat
Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten in der Lindenallee abgeschlossen sein. © Zähringer, Arno

Für den Rückbau des Sechsgeschossers hat die Wobau Zuschüsse von Stadtumbau-Fördermitteln von Land und Bund erhalten. Insgesamt 129 000 Euro. Für den Rest muss der größte Vermieter in Salzwedel – übrigens eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt – selbst aufkommen. Im Zuge der Baumaßnahme wird das Gebäude aufgewertet. Dazu zählen Dach, Fenster und Fassade einschließlich Dämmung, Giebel und letzte Geschossdecke sowie die Umstellung von Einrohr- auf Zweirohr-Heizung inklusive neuem Fernwärmeanschluss. Zudem sind sämtliche Leitungen für Heizung, Elektro, Wasser, Abwasser und Zirkulation erneuert worden. Neu sind auch die Wohnungseingangstüren. Darüber hinaus werden die Balkone saniert, wenngleich momentan noch einige Brüstungen fehlen. Die Brandmeldeanlage ist auf dem neuesten Stand.

Der Quadratmeterpreis wird künftig bei Neuvermietungen bei fünf Euro liegen. Bisherige Mieter werden mit einer „sozialverträglichen Erhöhung“ rechnen müssen, die dann bei mehr als vier Euro pro Quadratmeter liegen wird.

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