Start für Glasfaserausbau Ende Oktober

Anfang November will die Avacon Connect in Pretzier loslegen

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Avacon-Connect-Geschäftsführer Detlef Gieselmann (l.) und Vertriebsleiter Andreas Seifert verkündeten gestern den Baustart für Ende Oktober/Anfang November.
  • Holger Benecke
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Avacon-Connect-Geschäftsführer Detlef Gieselmann gab gestern den Termin für den Startschuss für den Breitbandausbau in und um Salzwedel bekannt. Ende Oktober / Anfang November sollen im Bereich östlich von Salzwedel – konkret in Pretzier – die Bagger rollen. Ein sächsisches Tiefbauunternehmen, das den Ausbau übernimmt, sei bereits engagiert, berichtete der Geschäftsführer.

Salzwedel - Dabei sollen „in einem ersten Schritt“, so Gieselmann, über 3000 Salzwedeler Haushalte außerhalb der Kernstadt angeschlossen werden (siehe nebenstehende Tabelle). Mit dabei sind auch rund 430 sogenannte Adresspunkte in den weißen Flecken Groß und Klein Gerstedt, Groß und Klein Chüden und Ritze. Für Letztere bekommt die Avacon Connect 3,3 Millionen Euro Fördermittel vom Land, die der Stadt Salzwedel zugesprochen worden sind (wir berichteten).

Zehn Millionen Euro rund um Salzwedel

6,7 Millionen Euro will das Unternehmen selbst einsetzen, erläuterte der Geschäftsführer. Nach dem Baubeginn sollen die angeschlossenen Haushalte Schritt für Schritt ans Netz angeschlossen werden. Das soll ab dem zweiten Quartal 2022 geschehen, versprach Detlef Gieselmann. Ab dann sollen die Avacon-Connect-Kunden mit Lichtgeschwindigkeit durchs Glasfasernetz surfen können.

Zudem hoffen die Avacon-Connect-Mitarbeiter, dass wenn erst die Bagger rollen, weitere Kunden kommen und sich gleich mit anschließen lassen, wenn in ihrer Straße gebaut wird, sagte Vertriebsleiter Andreas Seifert. „Wir werden beim Ausbau nach rechts und links schauen, wer noch Interesse hat“, sagte Gieselmann.

In den weißen Flecken fehlen noch Anträge

Denn während der Erstakquise in Salzwedel war die Resonanz deutlich weniger als erhofft. Zudem habe ihnen in Sachen Kundengespräche Corona einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, resümierte der Geschäftsführer. In diesem Zusammenhang ging Andreas Seifert auf die Fördergebiete (weiße Flecken) ein. Dort müsse noch Klarheit geschaffen werden, denn nicht zu jedem Förderpunkt liegen auch Anträge vor. „Wir werden niemanden einen Anschluss auf sein Grundstück bauen, der keinen will“, sagte der Vertriebschef.

Wobau und Kernstadt als nächste Schritte

Zum „ersten Schritt“ rund um Salzwedel, der bis Ende 2022 abgeschlossen werden soll, soll natürlich ein zweiter folgen. Parallel ist geplant, zirka 2000 Mieter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft anzuschließen. Die Avacon Connect hat einen Vertrag mit der Wobau und muss die Umstellung auf Glasfaser bewältigen. Dazu hat Connect-Geschäftsführer Detlef Gieselmann in der kommenden Woche einen Termin mit Wobau-Chef Christian Märtens.

Im dritten Schritt ab 2022 soll dann geschaut werden, was in der Kernstadt Salzwedel noch machbar ist, erläuterte Gieselmann. Dabei setzt die Avacon Connect auch auf das neue Telekommunikationsgesetz (TKG), dass am 1. Dezember in Kraft tritt. Danach soll auch die mögliche Kündigungsfrist nach Ablauf der Erstvertragszeit (zwei Jahre) sich nicht mehr um ein Jahr verlängern, sondern ein monatliches Kündigen möglich sein, erklärte Detlef Gieselmann.

Vollmacht zur Kündigung

Thema Kündigung beim alten Anbieter bei einem Wechsel zur Avacon Connect: „Der Kunde erteilt uns eine Vollmacht und wir regeln das“, sagte Detlef Gieselmann. Alle Informationen zum geplanten Glasfaserausbau gibt es im Internet unter: https://www.avacon-breitband.de.

  • So sieht es gegenwärtig aus
    Beim Erschließen der Salzwedeler Ortsteile mit einem Glasfasernetz hat die Avacon Connect folgendes vor:
  • Komplettaufschluss:
    - Hestedt
    - Rockenthin
    ‚- Groß Grabenstedt
    - Brietz
    - Klein Chüden
    - Groß Chüden
    - Ritze
    - Henningen
    - Liesten
    - Mahlsdorf
    - Maxdorf
    - Wistedt
    - Bombeck
    - Klein Gerstedt
    - Groß Gerstedt
    - Riebau
    - Jeebel
    - Seeben
    - Stappenbeck
  • Dort laufen noch Gespräche mit den Ortsbürgermeistern über die Möglichkeiten:
    - Tylsen
    - Niephagen
    - Barnebeck
    - Brewitz
    - Dambeck
    - Langenapel
    - Depekolk
    - Buchwitz
    - Ziethnitz
    - Kemnitz
    - Klein Grabenstedt
    - Klein Gartz
    - Andorf
    - Pretzier
    - Königstedt
    - Osterwohle
    - Darsekau
    - Cheine

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