259-mal rief der Alarm: Ein ganz normales Jahr für die Freiwilligen / Salzwedeler rückten 176-mal aus

Starke Teams suchen Leute

+
Die Stadtwehr unter Holger Schmidt hat im vergangenen Jahr 259 Einsätze absolviert – Mario Müllers Salzwedeler Feuerwehr schulterte davon den Löwenanteil mit 176 Einsätzen. Fotos: AZ

Salzwedel. Zu 259 Einsätzen rückten 23 Freiwillige Feuerwehren und Löschgruppen, die zur Salzwedeler Stadtwehr gehören, im vergangenen Jahr aus. Im Abschnitt, den Stadtbrandmeister Holger Schmidt führt, sind Einsatzbereitschaft und Ausbildungsstand gut.

Es mangelt jedoch an Atemschutzgeräteträgern und überhaupt an Freiwilligen, die in den Wehren nachrücken. Auch die Fahrzeuglage muss neu überdacht werden. Es fehlt das Geld, um den erarbeiteten Brandschutzbedarfsplan umzusetzen. Deshalb muss dieser angepasst werden, erklärte der Stadtbrandmeister.

Feuerwehrchef Mario Müller.

Auch in der Salzwedeler Feuerwehr, die die Masse der Einsätze, nämlich 176, schulterte, drücken Feuerwehrchef Mario Müller die Einsatzstiefel, wenn er an Atemschutz denkt. 2016 war für die Salzwedeler Feuerwehr ein eher durchschnittliches Einsatzjahr. „Vom Keller- bis zum Dachstuhlbrand war alles dabei“, sagt Müller und blickt auf seine Truppe. Die ist zwar einsatzfreudig und versiert – aber für eine Stadt wie Salzwedel gerade am Limit ihrer Kräfte. Auf 50 Aktive, von denen etwa 40 verfügbar sind, kann Müller sich stützen, wenn die Sirenen heulen. Und so freut sich der Wehrleiter, dass er im vergangenen Jahr zwei Neuzugänge verbuchen konnte. Keine ganz jungen Hüpfer, sondern gestandene Männer mit abgeschlossenen Berufsausbildungen, die nun ihre Truppmannausbildung beginnen.

Auf das Nachwuchsproblem weist auch Pretziers Ortsbrandmeister Christian Schulz hin. Auch er hat eine solide Wehr, die mit 17 Alarmierungen im Abschnitt D die meisten Einsätze nach den Salzwedelern gefahren ist. Sie kann immer Nachschub an guten Freiwilligen und auch an notwendiger Technik gebrauchen. Letzterem stehen gegenwärtig die Förderbedingungen entgegen, die lediglich für Großgerät Zuschüsse in Aussicht stellen.

Von Holger Benecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare