Veterinäramt rät zur Vorsicht trotz fehlender Geflügelpestfunde / Nachweis im Landkreis Stendal

Stallpflicht bleibt bestehen

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Die Geflügelpest ist für Nutztiere, etwa Gänse, gefährlich. Halter in den Risikogebieten müssen ihr Vieh seit Ende November auf unbestimmte Zeit in geschlossenen Ställen halten.

Altmarkkreis. Die Stallpflicht für Nutzgeflügel bleibt für die Risikogebiete im Altmarkkreis Salzwedel weiterhin bestehen. Eine entsprechende Mitteilung hat die Kreisverwaltung veröffentlicht.

Im Gebiet des Altmarkkreises ist zwar bislang kein Fall von Geflügelpest nachgewiesen worden, dennoch sei Vorsicht geboten, so Veterinäramtschefin Elke Filter.

Laut Friedrich-Loeffler-Institut, der Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit, bestehe nach wie vor ein hohes Risiko. Insbesondere Wildgeflügel könnte den Virus H5N8 in heimische Geflügelbestände einschleppen. Von Anfang Dezember bis Ende Januar lief dazu ein so genanntes Monitoring, eine Art Überwachung, der Wildvögel. Im Altmarkkreis mussten dazu 28 Enten und Gänse erlegt sowie untersucht werden. Sachsen-Anhalt-weit waren es 400. Im Land ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, die Stallpflicht für die Risikogebiete wieder aufzuheben.

Im Altmarkkreis gibt es zwei Risikogebiete. Areal eins umfasst den gesamten Süden, Areal zwei das Gebiet um Arendsee. Insgesamt sind 510 Geflügelhalter betroffen. Sie haben nach Amtsangaben zirka 320 000 Tiere im Stall.

Im Landkreis Stendal, in dem bis auf das Bismarker Gebiet komplette Stallpflicht herrscht, ist der H5N8-Virus bereits nachgewiesen worden. Zum Jahreswechsel war dies bei zwei erlegten Wildenten in der Nähe von Groß Schwechten der Fall, informierte das Büro des Stendaler Landrates Carsten Wulfänger. Es schlossen sich umfangreiche Kontrollmaßnahmen in der Umgebung von Groß Schwechten an. Im Landkreis Stendal gehen die Behörden davon aus, dass sich der alljährliche Vogelzug in den nächsten Wochen noch verstärken wird.

Von Jens Heymann

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