Stall niedergebrannt

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Die 53 Kameraden von fünf Feuerwehren, die mit zehn Fahrzeugen vor Ort waren, ließen das Stroh kontrolliert abbrennen.

Von Ulrike Meineke - Ritze. Am Ritzer Ortsrand in Richtung Klein Chüden stand am Wochenende ein bis unters Dach mit Stroh gefülltes Stallgebäude im Vollbrand. Da eine effektive Brandbekämpfung wegen Wassermangels – die Wehren legten noch eine Schlauchstrecke vom Ritzer Hydranten aus – nicht möglich war und die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf Nachbargebäude nicht bestand, ließ man das Gebäude kontrolliert abbrennen. Zu retten war sowieso nichts mehr, das Asbestdach war bereits eingestürzt.

Es war der fünfte Brand auf dem Gelände seit 1997 und die zweite von drei Hallen, die nun niedergebrannt ist. Vor Jahren rief ein größeres Feuer auch den Umweltschutz auf den Plan, da in einer der Hallen aus früheren LPG-Zeiten Reste aus der industriellen Windelproduktion in Flammen standen. Vor zwei, drei Jahren ließ der Altmarkkreis einen Großteil dieser Stoffe entsorgen. Sogar Schweinereste ohne Ohren sind in den Hallen schon gesehen worden. Und auch jetzt lagern in der Nachbarhalle Plastetüten mit unbekanntem Inhalt.

Das Gelände samt der Ställe gehört einem Privatmann aus Wöhningen (bei Bergen/Dumme), der bzw. dessen Frau seinerzeit auch den alten Konsum und die Ritzer Schlachterei gekauft hat. Trotz sofortiger Information ließ sich der Besitzer in der Brandnacht nicht vor Ort sehen. Vielleicht, weil er sich dann Fragen wie „Was lagert dort noch an gefährlichen Stoffen?“ oder „Warum war das Gelände nicht verschlossen?“ hätte anhören müssen. Dass Feuerteufel am Werk waren, steht außer Frage.

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