Seniorenzentrum Vita hat Überschuss von 267 000 Euro

Stadttochter in der Gewinnzone

Das Seniorenzentrum Vita kann eine positive Bilanz vorweisen. Der Betrieb bereitet der Einheitsgemeinde Salzwedel damit keine finanziellen Sorgen.
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Das Seniorenzentrum Vita kann eine positive Bilanz vorweisen. Der Betrieb bereitet der Einheitsgemeinde Salzwedel damit keine finanziellen Sorgen.

Salzwedel. Ein Wertgutachten für den geplanten Verkauf des Seniorenzentrum Vita – das zu 100 Prozent der Einheitsgemeinde Salzwedel gehört – ist in Arbeit. Die Stadt will sich von dem Unternehmen trennen, um eine größere Summe Geld einzunehmen.

Finanzielle Probleme mit der Vita gibt es keine, wie der aktuelle Jahresbericht von 2016 zeigt. Mit diesem beschäftigt sich der städtische Finanzausschuss am Mittwoch, 27. September, ab 18 Uhr (Hansezimmer im Rathaus) öffentlich.

Der von Geschäftsführerin Marion Vongehr-Bülow unterschriebene Bericht weißt einen Überschuss von rund 267 000 Euro aus. Erlöse von insgesamt 5,1 Millionen Euro schlagen zu Buche. Das sind 104 000 Euro mehr als 2015. Auch der Überschuss ist um 115 000 Euro gestiegen. Dies hänge mit den abgeschlossenen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an der Pflegeimmobilie an der Schillerststraße 3 zusammen. Das Eigenkapital der Stadttochter ist auf 4,9 Millionen Euro gestiegen.

„Das Geschäftsjahr 2016 ist im Abgleich mit dem Vorjahr durch eine rege bzw. zum Ende des Jahres starke Nachfrage nach vollstationären Leistungen geprägt“, heißt es in dem Bericht. Ähnlich sieht es bei den Bereichen ambulanter Pflegedienst sowie der Tagespflege aus. Auch altersgerechte Wohnungen sind begehrt. Das Unternehmen hat seinen Fuhrpark, die Schwesternrufanlage und die Wäschereitechnik modernisiert. Für die Beschäftigten des stadteigenen Seniorenzentrum Vita gibt es einen Haustarif. Gearbeitet werde weiter am Geschäftsmodell zwischen selbstständigem Wohnen und spezialisierten Pflegekonzepten. Ältere können damit länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben.

Die Angebote in den Kernbereichen ambulante-, teil- und vollstationäre Pflege sollen künftig erweitert werden. Wohngemeinschaften spielen zunehmend eine Rolle. Das Unternehmen bildet selbst aus, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Von Christian Ziems

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