Heide tritt in Recks Fußstapfen

Stadtrat der Linke in den Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung gewählt

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Hat viel vor: Marco Heide
  • VonArno Zähringer
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Marco Heide (Die Linke) tritt in die Fußstapfen von Ex-Kultusminister Karl-Heinz Reck beim Jenny-Marx-Forum und im Vorstand der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Heide will zusätzliche kulturelle Angebot für Salzwedel schaffen.

Salzwedel – Karl-Heinz Reck hat einen Nachfolger gesucht – eigentlich sogar zwei. Denn zum einen will der ehemalige Kultusminister Sachsen-Anhalts beim Jenny-Marx-Forum Salzwedel ausscheiden, zum anderen aber auch die Bühne als Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung verlassen. Nun hat beides geklappt. Für die ehrenamtlichen Posten hat Reck eine Person gefunden – Marco Heide, Stadtrat der Linken und Vorsitzender der Salzwedeler Kickerfreunde. Einstimmig ist Heide kürzlich in den Vorstand der Stiftung gewählt worden.

Bereits Anfang des Jahres war Heide vom Landtagsabgeordneten Hendrik Lange angesprochen worden, ob er nicht Interesse hätte, das Amt zu übernehmen. Zumal Heide ja Erfahrung darin habe, Veranstaltungen zu organisieren und auszurichten. „Und ich habe zugesagt“, sagt Heide auf Anfrage der AZ. Sein Ziel ist, wieder regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Jenny-Marx-Forums anzubieten. Etwa einmal im Vierteljahr. Über das Forum bestehe die Möglichkeit, etwas auszurichten. Und Heide lädt alle ein, die Kultur in Salzwedel mitgestalten wollen, sich daran zu beteiligen. „Das Treffen wird deshalb offen für alle sein, allerdings steht ein Termin noch nicht fest.“

Heide möchte so viel Kultur wie möglich in die Hansestadt bringen. Aber nicht nur dort, denn als Wirkungsbereich des Jenny-Marx-Forums sieht er die komplette Altmark. Heide ist überzeugt, dass „politische Bildung auch über den kulturellen Weg möglich ist“. Er sieht das Engagement des Forums als ein „zusätzliches Angebot für Salzwedel“. Die Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt ist ihm sicher. Sie hatte auch in der Vergangenheit immer wieder die Arbeit des Jenny-Marx-Forums helfend begleitet.

Bereits 2009 ist der Vorläufer des Jenny-Marx-Forums als Freundeskreis im Stipendiatenhaus in der Hansestadt Salzwedel ins Leben gerufen worden. Ziel: Die Vorbereitung des 200. Geburtstages Jenny Marx´s in würdiger Form, die knapp zwei Jahre (1814 bis 1816) in Salzwedel gelebt hatte. Über Jenny Marx hatte einst Friedrich Engels geschrieben: „Wenn es jemals eine Frau gab, die ihr größtes Glück darin gesehen hat, andere glücklich zu machen, so war es diese Frau.“

Nach dem Jubiläum bildete sich aus dem Freundeskreis das Jenny-Marx-Forum. Zu den 37 Veranstaltungen mit Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen und Diskussionsrunden kamen mehr als 2000 Besucher. Den Auftakt der Veranstaltungen bildete 2011 die Reihe „Starke Frauen – verehrt, geliebt, gehasst und verteufelt“. Gemeinsam mit Gabriele Gruner stand Karl-Heinz Reck bis Ende 2020 an der Spitze des Zusammenschlusses.

An diesen Erfolg möchte Heide gerne anknüpfen. Dazu könnte die Lesung mit dem bekannten Schauspieler Peter Bause beitragen, der am Donnerstag, 18. November, um 19 Uhr im Eskadron Am Dämmchenweg in Salzwedel eine Lesung bestreitet. Sie steht unter dem Titel „Man stirbt doch nicht im dritten Akt“. Bause ist bekannt als Theaterschauspieler auf deutschen und internationalen Bühnen sowie aus Film- und Fernsehproduktionen wie beispielsweise „Polizeiruf 110“, „Unser Lehrer Dr. Specht“ oder auch „Ein Bayer auf Rügen“.

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