Viele Geschäfte in Salzwedels Innenstadt mussten ihre Türen schließen

Stadt Salzwedel teilweise lahmgelegt

Kerstin Kamin und ihre Kollegen dürfen weiterhin ihre Kunden bei „Steinecke“ mit Brot, Kuchen und frischem Kaffee glücklich machen. fotos (3): L.zahn
+
Kerstin Kamin und ihre Kollegen dürfen weiterhin ihre Kunden bei „Steinecke“ mit Brot, Kuchen und frischem Kaffee glücklich machen. fotos (3): L.zahn

Salzwedel – „Wegen des Corona-Virus müssen wir vorerst das Geschäft schließen“, ist zur Zeit in fast jedem Schaufenster zu lesen. Doch es gibt in Salzwedel Ausnahmen.

Rainer Neitzel will mit seinen Medien gegen Langeweile vorgehen.

Eines der wenigen Geschäfte, die seit Donnerstag noch geöffnet sein dürfen, ist das „Lese- Land“ in der Burgstraße. Inhaber Rainer Neitzel erklärte im Gespräch mit der Altmark-Zeitung, wie Corona sich auf sein alltägliches Unternehmerleben auswirkt: „Das macht sich schon bemerkbar. Es kommen weniger Kunden.“ Rainer Neitzel weiß, welche Vorsichtsmaßnahmen in dieser Situation ergriffen werden müssen: „Abstand ist wichtig. Wir desinfizieren auch alles, womit die Kunden in Berührung gekommen sind.“ Der Buchladenbesitzer wisse zwar nicht, wie es weiter geht, und ob er den Laden auf Dauer geöffnet lassen kann, dennoch könne er für seine Kunden immer da sein. Durch einen Online-Shop sei eine Bücherlieferung weiterhin sogar bis vor die Haustür möglich.

Miklos Woidt schraubt auch in Zukunft an defekten Zweirädern.

Teilweise geöffnet ist das Fahrrad-Fachgeschäft „Toma“, ebenfalls in der Burgstraße. Wie Miklos Woidt im Gespräch verriet, sei der Verkauf zwar nicht möglich, jedoch Reparaturen. „Die Verbände der Fahrradwirtschaft erlauben uns, dass Werkstätten offen bleiben“, erklärte Woidt. Der Grund: Der Nahverkehr werde immer mehr eingeschränkt. Auto und Zweirad sind infektionssicherer und können von jedem genutzt werden. Damit das gewährleistet bleibt, ist der Reparaturbetrieb für die Kunden weiterhin nutzbar.

Das Backunternehmen „Steinecke“ an der Neuperverstraße 30 bleibt aktuell auch geöffnet. Auch hier werden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. „Unbedingt Hände desinfizieren. Auch wir vom Personal“, erklärte Kerstin Kamin, eine Verkäuferin im Geschäft. Der Kundenbetrieb habe sich nicht sehr verändert, die Kunden kämen trotzdem noch, um ihren Kaffee und das belegte Brötchen zu genießen. Dennoch wurden die Stühle aus dem Laden geräumt. So solle der Zwei-Meter-Sicherheitsabstand eingehalten werden können, schilderte die Verkäuferin.

Übrigens: Wer aktuell geöffnet haben darf, ist per Gesetz geregelt.

VON LYDIA ZAHN

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare