Pretzier: Erneuter Fördermittel-Vorstoß

Stadt stellt sich hinter Dorfladen

Mann vor Zeichnung
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Berater Wolfgang Gröll hatte im bereits vor einiger Zeit die Möglichkeiten eines Pretzierer Dorfladens erläutert. Nun sollen erneut Fördermittel beantragt werden.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Um einen möglichen Pretzierer Dorfladen ist es in jüngster Zeit still geworden. Bis Mittwochabend. Da setzte Bürgermeisterin Sabine Blümel überraschend eine Unterstützungserklärung für das Vorhaben auf die Tagesordnung des Hauptausschusses. Die Abgeordneten stimmten geschlossen dafür.

Salzwedel / Pretzier – Es ist eine rein verbale Unterstützung, in der die Stadt bestätigt, dass ein Bedarf für Güter und Dienstleistungen vorhanden sei, die in einem Pretzierer Dorfladen angeboten werden. „Dies brauchen die Pretzierer Eigentümer, um Fördermittel beantragen zu können“, untermauerte die Bürgermeisterin.

In Pretzier selbst war zuletzt vor einem halben Jahr über den Dorfladen diskutiert worden. Doch die Pandemie machte ein Voranschreiten um vieles schwerer. Seit 2019 war das Thema ausführlich, kontrovers und mit großem Interesse im größten Ortsteil der Hansestadt diskutiert worden. Dabei ging es um den Standort. Da war zunächst der alte Konsum und die inzwischen verkaufte Volksbank-Filiale im Gespräch. Aber auch der in Privatbesitz befindliche Pferdestall an der Kreuzung Bundesstraße 190 /Hans-Beimler-Straße sowie der alte Poststandort beim Blumenladen und das leer stehende Grundstück gegenüber der Tierarztpraxis standen auf der Ideenliste der Pretzierer. Weiter war ein Gebäude auf dem Gelände der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier im Gespräch, obwohl es eigentlich zu abgelegen ist. Die Pretzierer selbst hatten für einen Standort an der B 190 plädiert. Berater Wolfgang Gröll machte deutlich, dass das nicht der entscheidende Punkt sei und die Lage an der Bundesstraße nur etwa 20 bis 30 Prozent ausmache.

Die Stadt hatte bereits vor der Pandemie versucht, Fördermittel beim Land für den Dorfladen zu bekommen, war allerdings gescheitert. Zuvor hatte es eine intensive Befragung der möglichen Kunden, also der Pretzierer und der Einwohner der umliegenden Orte, gegeben, um das Einkaufsverhalten, den Bedarf und das Angebot zu erforschen bzw. festzuzurren. Dabei gab es unter anderem auch Wünsche nach einer Paketstation, einem Café, einer Wäscheannahme und einem Bringservice.

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