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Stendaler Rathaus schaltet Lichter aus – Salzwedel nicht

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Von: Lydia Zahn

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Die Stadtverwaltung spare sowieso immer, wo es gehe, heißt es aus dem Rathaus. Deshalb wären keine weiteren Maßnahmen zum Energiesparen von Nöten. © AZ-Archiv

Alles wird teurer oder ist schon teurer geworden – so auch die Strompreise. Um Energie zu sparen, hat die Stendaler Stadtverwaltung mehrere Maßnahmen ergriffen; so wird etwa auf unnötige Beleuchtung verzichtet. Und wie sieht es in öffentlichen Einrichtungen in Salzwedel aus?

Salzwedel – Vorweg: Die Stadtverwaltung in Stendal verzichtet unter anderem auf die Beleuchtung des Rathauses, des Tangermünder und Uenglinger Tors. Aber auch im Rathaus wird gespart. Das Licht bleibt aus, die Geräte werden in den Pausen ausgeschaltet und erst ab 28 Grad die Klimageräte angestellt. Dafür wurden die Büros mit Thermometern ausgestattet. Außerdem wird auf LED gesetzt.

Zusätzlich soll auf nicht dringend erforderliche Fahrten mit Dienstwagen verzichtet werden. Es wurden sogar extra „Energiekontrolleure“ benannt, die in regelmäßigen Abständen die Einhaltung der Maßnahmen überprüfen. Zu Beginn der Heizperiode sollen zudem weitere Maßnahmen zum Energiesparen ergriffen werden. Die Stendaler Verwaltung hat also einiges in Gang gesetzt, um Kosten für Strom zu sparen.

Im Salzwedeler Rathaus sieht das etwas anders aus. Die Verwaltungsgebäude der Hansestadt Salzwedel würden nicht beleuchtet, daher sei eine Abschaltung folglich nicht erforderlich, stellt Stadtsprecher Andreas Köhler gleich klar. Die Ausnahmen wie die „Hanse-Säule“ am Bürgercenter sowie der Schaukasten mit den öffentlichen Aushängen würden mit sparsamen LEDs beleuchtet, versichert Köhler.

„Sicherlich kann überlegt werden, ob das Salzwedeler Kulturhaus weiterhin von außen mit LED-Bodenstrahlern angeleuchtet wird, ebenso kann über die Abschaltung der Beleuchtung des Salzwedeler Rathausturms mit LED-Strahlern nachgedacht werden“, räumt der Pressesprecher ein.

Allgemein seien Maßnahmen wie in Stendal aber nicht notwendig. So werde in den Büroräumen unabhängig von der aktuellen Situation Wert auf stromsparende Maßnahmen gelegt. Und Klimaanlagen seien in der Stadtverwaltung sowieso nicht vorhanden. Bezüglich der Dienstfahrten gebe es ebenfalls nichts zu minimieren, da diese „grundsätzlich auf notwendige Fahrten beschränkt“ würden, weshalb auch dort wenig Möglichkeiten zum Einschränken bestünden.

Stromsparen bleibt Thema

„Aber natürlich wird von den Fachämtern nach Möglichkeiten gesucht, Strom- und Gasverbrauch in den öffentlichen Einrichtungen zu senken“, sagt Köhler und versichert, darüber zu informieren, sollten Sparmaßnahmen ergriffen werden, da das Thema „die Kommunen auf jeden Fall in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen“ werde.

Auf die Frage, wie es angesichts gestiegener Strom- und Heizkosten um die planmäßige Eröffnung der Schwimmhalle zum Herbst steht, ging der Pressesprecher nicht weiter ein.

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